Google Analytics Alternativen: 6 gute Gründe für den Wechsel

Veröffentlicht: Dezember 19, 2017 Update: März 22, 2019 Autor , Kategorie Analytics

Mit einem Marktanteil von über 80 % ist Google Analytics unbestritten der Top Player im Bereich Web Analytics. Die Prominenz des Dienstes kann in Teilen aber sicherlich auf die enorme Marktpräsenz zurückgeführt werden und liegt nicht alleine in der Funktionalität des Tools begründet.

Google Analytics gilt in vielen Unternehmen als Standard. Es gibt jedoch gute Gründe, die daran zweifeln lassen, ob es für Ihr Marketing-Setup wirklich die perfekte Wahl ist. Fokussieren sie sich nicht auf das eine Tool, sondern verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welche umfangreichen Features Ihnen andere Analytics-Plattformen anbieten können.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einige Gründe nennen, warum es Sinn macht, die Alternativen zu Google Analytics in Betracht zu ziehen.

Wir wissen, dass die Bandbreite der angebotenen Funktionen riesig ist und jedes Unternehmen nach unterschiedlichen Optionen sucht, um Analysen zu vereinfachen. Daher haben wir uns mit grundlegenden Themen befasst, die für jedes Unternehmen von Bedeutung sind.

Hier sind die Kriterien, die wir berücksichtigt haben:

1. Datensicherheit und -kontrolle

Das Hosting von Analytic-Tools findet entweder lokal auf der eigenen IT-Infrastruktur (On-Premises) oder auf externen Servern (Cloud) statt. Welche Lösung die richtige ist richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten eines Unternehmens.

Unabhängig von der Hosting-Option sollte jedoch bei beiden Varianten stets die Datensicherheit und die Datenkontrolle – nicht zuletzt im Rahmen der DSGVO-Anforderungen – gewährleistet sein.

On-Premises Hosting

Das Speichern auf lokalen Servern hat einige Vorteile. Einer der wesentlichen Pluspunkte ist, dass Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten und deren Speicherung behalten. So wissen Sie immer, wo die Daten gespeichert sind und können Ihre Datenschutzrichtlinien entsprechend anpassen. Nicht zuletzt die hohe Flexibilität macht Lösungen On-Premises beliebt.

Auch wenn oft ein höheres Investment anfällt und auch die Implementierung grundsätzlich aufwändiger und zeit-intensiver ist, überwiegen nicht selten die Vorteile, die mit der vollen Kontrolle einhergehen.

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Wenn Sie einen geeigneten Webanalyse-Anbieter suchen, sollten Sie allerdings sicher sein, dass die self-hosted Web Analytics-Instanz tatsächlich mit der vollständigen Kontrolle über Ihre Daten einhergeht. Schauen Sie sich daher die Details der Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau an.

Von Google Analytics gibt es keine self-hosted Version. Am Markt finden Sie Alternativen zu Google Analytics, beispielsweise Open Web Analytics und Piwik PRO, die Sie dabei unterstützen, solche Anforderungen zu erfüllen.

Doch auch eine Cloud-Variante kann diesen Anforderungen unter Umständen gerecht werden, wenn sie die Datensicherheit in der Vordergrund stellt.

Cloud Hosting

Eine Cloud-basierte Installation bei Web Analytics ist populär, da sie aus folgenden Gründen komfortabel ist: Sie ist kostenlos, verursacht keine Wartungskosten, bietet einfache Skalierbarkeit und benötigt keine zusätzlich (teure) Infrastruktur.

Google Analytics ist auf den ersten Blick kostenlos, doch auch hier finden Sie versteckte Kosten. Im Fall des cloud-gehosteten Dienst von Google Analytics sind es die Kosten für Datensicherheit und Compliance. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, bei Google steckt er in den Geschäftsbedingungen. Diese sollten Sie aufmerksam lesen, damit Sie wissen, wie Ihre Daten beschafft und verwendet werden.

Abgesehen davon dürfen die Daten, die Sie sammeln, von Google Analytics zu einem Remote-Server an einem unbekannten Ort gesendet werden. Mit anderen Worten: Sie wissen nicht, wo Ihre Daten gespeichert und verarbeitet werden. Darüber hinaus könnten Ihre Daten an Drittparteien geleaked werden, insbesondere Advertiser.

Eine sicheres und datenschutzkonformes Cloud-Hosting bietet Ihnen Piwik PRO mit sicheren europäischen Servern in Deutschland und den Niederlanden.

DSGVO

Seit Mai 2018 ist Datensicherheit wichtiger denn je geworden.

Erheben und verarbeiten Sie Daten von Personen mit Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union, empfiehlt es sich, die Daten auf Servern innerhalb der EU zu speichern. Denn seit Inkrafttreten der DSGVO ist diese Vorgehensweise Pflicht für alle Unternehmen, die innerhalb der EU Daten sammeln und verarbeiten. Mit einem Verstoß gegen diese Regularien setzen Sie Ihr Unternehmen dem Risiko hoher Strafzahlungen aus.

Zudem fordern die Richtlinien für das Sammeln und Speichern von personenbezogenen Daten eine User-Einwilligung. Im besten Fall spielen Sie ein Consent Formular aus und können auf Anfragen betroffener Personen zeitnah reagieren. Piwik PRO bietet Ihnen mit dem Consent Manager die Möglichkeit, Consent-Banner zu erstellen und die User-Anfragen zentral zu verwalten, um den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten.

2. 100 % Datenbesitz

Die Services von Google Analytics mögen kostenlos sein. Lesen Sie jedoch das “Kleingedruckte” der Geschäftsbedingungen, werden Sie feststellen, dass Sie mit dem Besitz Ihrer Daten zahlen. Primär fordert Google nämlich das Recht ein, Ihre Daten zu speichern und zu verwenden. In den AGBs steht unter anderem folgendes:

Unter 6. Nutzung von Informationen heißt es in den Google Analytics Bedingungen:

“Sie erklären sich damit einverstanden, dass Google oder seine verbundenen Unternehmen Informationen über Ihre Benutzung des Service (einschließlich und ohne Einschränkung auch von Kundendaten) speichert und für die Zwecke der Bereitstellung des Webanalyse- und Trackingdienstes nutzt, soweit dies im Rahmen der Bedingungen von Googles Privacy Policy (abrufbar unter https://www.google.de/policies/privacy/ oder unter jeder anderen, zu einem späteren Zeitpunkt zu diesem Zweck von Google benannten URL) erfolgt.”

Praktisch bedeutet dies die Weitergabe Ihrer Daten an Drittanbieter. Darüber hinaus kann eine Verletzung der Geschäftsbedingungen in der Kündigung Ihres Accounts und dem Verlust all Ihrer Daten enden – definitiv kein Szenario, das Sie sich ausmalen möchten.

Die volle Kontrolle über Ihre Daten und deren Speicherung zu haben ist, angesichts der wachsenden Nachfrage nach datenschutzfreundlichen Diensten, eine knifflige Angelegenheit. Noch komplizierter wird es durch die, sich ständig ändernde, Datenschutzgesetzgebung weltweit. Die DSGVO, die dem Thema ein noch größeres Gewicht verleiht, verwandelt die Einhaltung der Rechtskonformität in einen wahren Albtraum.

Erfahren Sie in unserer Infografik, wie Sie Daten unter der DSGVO gesetzeskonform verarbeiten können.

Ziehen Sie deshalb ein Web Analytics-Tool in Erwägung, mit dem Sie die Software und alle Ihre Daten auf Ihrer eigenen Infrastruktur speichern können, sodass Sie stets die vollständige Kontrolle über Ihre Daten haben. Mit dem richtigen Tool können Sie personenbezogene Daten zusammen mit anderen sensiblen Daten sammeln und speichern. Diese Möglichkeiten bieten Ihnen z. B. die Tools von etracker Analytics und Piwik PRO. Auf diese Weise haben Sie die volle Kontrolle darüber, wer Zugriff auf Ihre Daten hat.

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3. Datennutzung und Tracking-Flexibilität

Egal wie fortschrittlich die Technologie ist, jede Software hat ihre Grenzen. Wenn Sie Tools für Ihr Marketing-Setup auswählen, müssen Sie die Auswirkungen von möglichen Einschränkungen so gut wie möglich minimieren.

Hier kommen die Nachteile von Google Analytics zum Tragen. Zum einen gibt es ein Limit von 10 Millionen Zugriffen pro Monat. Alle weiteren Zugriffe darüber hinaus werden von Google nicht erhoben, es kommt das umstrittene Data-Sampling zum Einsatz. Für Seiten mit hohem Traffic-Volumen ein echter Nachteil. Die Konsequenz: Es gibt keine Garantie, dass die Daten akkurat und verlässlich sind. Weitere Beschränkungen gibt es bei der Anzahl der Properties, Goals und Transaktionen, die Sie tracken können.

Für eine zuverlässige Web-Tracking-Analyse, benötigen Sie ein Tool, das Ihnen mehr Flexibilität bietet, damit Sie von:

  • unlimitierten Mengen an Pageviews und Klicks pro Property,
  • unbegrenzter Datenspeicherung und unbeschränktem Datenexport

profitieren.

Mit Google Analytics erhalten Sie diese Funktionen nicht, dafür aber mit den Tools anderer Anbieter wie Webtrends, Adobe Analytics, etracker Analytics und Piwik Pro.

Je mehr Flexibilität das Tool bietet, desto einfacher ist es, die Ergebnisse zu analysieren. Es lohnt sich also, eine Software in Betracht zu ziehen, mit der Sie beliebig viele Aktionen, Ereignisse und Properties tracken können. Auf diese Weise bekommen Sie wertvolle Insights für die Erreichung Ihrer Ziele.

4. Individuelle und detaillierte Kundenansprache

Web Analytics hilft Ihnen dabei, Ihre User bzw. potenziellen Kunden besser zu verstehen. Diese Informationen sind wichtig, um die Nutzung Ihrer Website so einfach wie möglich zu gestalten und die Chancen einer Conversion zu erhöhen.

Wichtig dabei ist jedoch die Unterstützung durch personalisierte Inhalte. Nur durch eine individuelle Ansprache schaffen Sie einen Mehrwert bei den Usern. Um aussagekräftige Kundenprofile zu erstellen, sollten Sie First Party-Daten aus unterschiedlichen Quellen verbinden.

Sammeln Sie beispielsweise mit einer Customer Data Platform alle Kundendaten an einem Ort, um so eine 360°-Sicht auf Ihre User zu erhalten. Die kanalübergreifende Customer Journey verrät Ihnen wichtige Inisghts und lässt Sie so wissen, welche Inhalte und welche Kanäle für ein effektives Targeting am bedeutendsten sind.

Google Analytics nutzt aggregierte Daten und hat keine Information über individuelle Personen auf einem tiefgreifenden Level. Andere Analytics-Anbieter wie Tealium, Ensighten und Piwik PRO bieten Ihnen eine Customer Data Platform mit der Sie die Daten aus verschiedenen Systemen zusammenlaufen lassen können.

5. Zugriff auf Rohdaten

Ihre Geschäftsstrategie hängt stark von den Daten ab, die Sie erfassen. Daher ist es wichtig, Zugriff auf einen vollständigen Datensatz zu erhalten, nicht nur auf Stichproben. Wie bereits erwähnt, gestaltet sich dies bei Google Analytics problematisch, da ab 10 Millionen Klicks pro Monat Data-Sampling zum Einsatz kommt. Wenn Sie hohen Traffic auf Ihrer Seite verzeichnen, überschreiten Sie dieses Limit sehr schnell. Für Ihre Reports bedeutet dies, dass sie nur auf einem Teil Ihrer tatsächlichen Daten basieren und daher irreführend sein können.

Natürlich könnten Sie auf Google Analytics 360 upgraden, aber Google lässt sich dafür fürstlich bezahlen. Zum Glück gibt es Tools, mit denen Ihre Reports so präzise sind, wie Sie es brauchen. Entscheiden Sie sich für Google Analytics-Alternativen wie Webtrends, Clicky oder Piwik PRO, die Ihnen all Ihre Rohdaten zur Verfügung stellen, damit Sie Entscheidungen anhand einer aussagekräftigen und unverfälschten Datenanalyse treffen können. Piwik PRO bietet dieses Feature sogar unabhängig davon an, für welches Preismodell Sie sich entscheiden.

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6. Daten in Echtzeit

Sie möchten auf einen Blick sehen, was auf ihrer Seite los ist? Dann sind Reports, basierend auf Daten in Echtzeit, ein absolutes Muss. Schließlich geht es um Ihre operativen Effizienz und dem Treffen von möglichst informierten Entscheidungen. Mit Google Analytics steht eine Analyse in Echtzeit leider nicht zur Verfügung, da der Service die Daten, um mindestens eine Stunde, verzögert bereitstellt.

Eine Web Analytics-Software mit der immer die aktuellen Bedingungen auf Ihrer Website dargestellt werden, lässt Sie Ihre Strategien auf Grundlage von Echtzeit-Informationen entwickeln. Anbieter, die solche Funktionen anbieten, sind Clicky, Woopra und Mixpanel – um nur einige zu nennen.

Darüber hinaus erhalten Sie weitere wertvolle Features, wenn Sie sich für eine Google Analytics-Alternative entscheiden: Mit Clicky können Sie beispielsweise Funktionen wie Realtime-Heatmaps für jeden einzelnen Kunden oder Twitter-Monitoring nutzen. Eine weitere Alternative, Wooper, erweitert diese Realtime-Funktionen und bietet automatische Segment-Updates und minutengenaue Benachrichtigungen an.

Fazit

Google Analytics hat eine marktbeherrschende Stellung eingenommen und vielen Unternehmen ermöglicht, vom Tracking ihrer Website zu profitieren. Dennoch gibt es einige Funktionen, die Google Analytics fehlen. Dankenswerterweise gibt es alternative Tools, die Googles Lücken füllen und es wert sind näher betrachtet zu werden. Sie müssen zwar im Vergleich zur kostenlosen Version von Google Analytics in die Tasche greifen, erhalten aber mehr Sicherheit, volle Gesetzeskonformität und zusätzliche Funktionen.

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Tags für diesen Artikel

Autor:

Saskia Wollenberg, Content Marketing Manager DACH

Sie jongliert tagtäglich mit Texten, Bildern und anderen Medienformaten. Sie ist verantwortlich für das gesamte Content-Management von Piwik PRO in Deutschland.

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Autor:

Karolina Lubowicka, Content Marketer

Karolina ist Content Marketer und Social Media Managerin bei Piwik PRO. Sie hat viel Erfahrung als Copy Writer gesammelt und versteht es komplexe Zusammenhänge verständlich zu beschreiben. Besonders intensiv beschäftigt sie sich derzeit mit Datenschutz & DSGVO.

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