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CDP im Einsatz: 8 Anwendungsfälle, die das Wachstum Ihres Unternehmens fördern

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Veröffentlicht Juni 20, 2023

CDP im Einsatz: 8 Anwendungsfälle, die das Wachstum Ihres Unternehmens fördern

Unternehmen benötigen Daten zum Nutzer-Engagement für mehrere Zwecke. Sie erfahren damit etwas über das Verhalten der Nutzer auf der Website oder in der App. Sie bewerten die Leistung von Marketingkampagnen und erkennen, wie sie besser auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen. Heute profitieren Teams von zahlreichen Marketing- und Analysetools. Sie ermöglichen es ihnen, Daten zur Nutzerakquise, zum Nutzerverhalten und zur Conversion aus verschiedenen Quellen zu sammeln und entsprechende Berichte zu erstellen. Einen echten Wettbewerbsvorteil erlangen jedoch nur die Organisationen, die noch mehr aus ihren Daten machen.  

Lernen Sie das Konzept einer Customer Data Platform (CDP) kennen und erfahren Sie, wie moderne Unternehmen davon profitieren. Entdecken Sie, wie Sie eine CDP auf die Abläufe Ihres Unternehmens anwenden, um Ihre Ziele zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Customer Data Platform (CDP)?
  2. Hauptfunktionen einer CDP
    1. Erfassen von First-Party-Daten
    2. Datenschutz und Datenpflege
    3. Single Customer View
    4. Identitätsermittlung
    5. Zielgruppen-Segmentierung
    6. Aktivierung der Daten
    7. Arbeit in Echtzeit
  3. CDP: Anwendungsfälle
    1. Betriebliche Effizienz verbessern
    2. Gezielte Marketingkampagnen entwickeln
    3. Customer Experience personalisieren
    4. Customer Journeys optimieren
    5. Kundendienst verbessern
    6. Kunden mit hohem Wert identifizieren
    7. Abwanderung verhindern
    8. Cross-Sell- und Upsell-Chancen identifizieren
  4. Wie Sie die richtige CDP für Ihr Unternehmen auswählen
  5. Abschließende Gedanken zu CDPs

Was ist eine Customer Data Platform (CDP)?

Eine CDP ist eine einzige Plattform, mit der Sie Kundendaten einfacher erfassen, verwalten, umwandeln und aktivieren.

Der Customer Data Platform Institute definiert sie folgend:

  Eine Customer Data Platform ist eine Paketsoftware, die eine dauerhafte, einheitliche Kundendatenbank erstellt, auf die andere Systeme zugreifen können.

Wir können es folgend interpretieren:

  • „Paketsoftware“ bedeutet, dass es sich bei einer CDP um ein vorgefertigtes System handelt. Dessen Set-up und Verwaltung erfordert im Gegensatz zu vielen anderen Instrumenten, wie z. B. Data Warehouses, kein hohes technisches Know-how. Es ist auch mit weniger Risiko, Kosten und Implementierungszeit verbunden.
  • Eine CDP „erstellt eine dauerhafte, einheitliche Kundendatenbank“, die individuelle Kunden- und Besucherprofile enthält. Die Plattform erfasst und verknüpft Informationen zu jedem Nutzer und speichert sie. Dadurch wächst der Datenbestand mit der Zeit.
  • Die Daten in einer CDP sind auch für andere Systeme zugänglich, d. h. Sie können die gespeicherten Informationen weiter verwenden. So senden Sie die Daten etwa an Vertriebstools, um die Interaktion mit aktuellen und potenziellen Kunden zu verbessern.

Fortschrittliche CDPs können auch auf maschinellem Lernen basierende Prognosen speichern, z. B. zur Kaufwahrscheinlichkeit.

Die Customer Data Platform von Piwik PRO stellt eine einzigartige Software dar. Die CDP ist in eine Web- und App-Analytics Suite integriert, anstatt diese zu ersetzen – wie es viele andere CDPs auf dem Markt tun.

Hauptfunktionen einer CDP

Lassen Sie uns ein paar spezifische Aspekte einer CDP durchgehen. Wir erklären auch, wie die Customer Data Platform von Piwik PRO Ihnen Vorteile bringt.

Erfassen von First-Party-Daten

Eine CDP besteht aus Daten auf individueller Ebene, die aus den Online- und Offline-Quellen des Unternehmens stammen. Diese Daten spiegeln die Merkmale seiner aktuellen und potenziellen Kunden  sowie deren Verhalten wider. Sie sind auch präziser als Second- oder Third-Party-Daten.

Wenn Sie First-Party-Daten verwenden, halten Sie die internationalen Datenschutzgesetze leichter ein. Es ist wahrscheinlicher, dass Ihre Nutzer die Erfassung von First-Party-Daten einwilligen, wenn Sie sie direkt fragen.

In der Piwik PRO Customer Data Platform Beta werden wir den Datenimport nicht bereitstellen. In zukünftigen Versionen planen wir, den Datenimport aus CRMs, E-Commerce-Plattformen, Data Warehouses und anderen Tools mit Hilfe eingehender Webhooks und No-Code-Automatisierungsplattformen zu ermöglichen. Dank eingebauter Integration mit Web- und App-Analytics und Tag Manager profitieren Sie von einem stetigen Strom wertvoller Nutzerdaten

Datenschutz und Datenpflege

Mit einer CDP gewährleisten Sie die Datenqualität bereits bei der Erfassung und bewahren die Integrität der Daten über die gesamte Datenpipeline hinweg. Dabei behalten Sie die Kontrolle über die Daten, die Sie in einer CDP sammeln und pflegen, und über Ihre Informationsquellen.

Die Customer Data Platform verwandelt sich in eine einzige Quelle der Wahrheit über die Kundendaten und die Verarbeitungszwecke, denen der Kunde zugestimmt hat. So ändern oder löschen Sie schnell bestimmte Nutzerdaten auf Wunsch.

Mit Piwik PRO CDP:

  • Integrieren Sie den Consent Manager.
  • Machen Sie die mit der Aktivierung verbundenen Aktionen davon abhängig, ob die Nutzer sie einwilligen. Sie speichern die neuesten Informationen über Consent im Besucherprofil. Außerdem können Sie Webhooks basierend auf der Einwilligungskategorie im Profil auslösen.
  • Bearbeiten Sie sensible Daten. Sie können beispielsweise eine zusätzliche Ebene des Datenschutzes hinzufügen, indem Sie identifizierbare Daten durch benutzerdefinierte Scoring-Werte ersetzen.

Für die Zukunft planen wir auch, ein Aktivierungsprotokoll zu erstellen.

Single Customer View

Da die Customer Data Platform gesammelte Informationen vereinheitlicht und demselben Benutzer zuweist, greifen  Sie in Single Customer View darauf zu. Kundenprofile enthalten alle von Ihnen erfassten Informationen, wie demografische Daten, Kaufhistorie, Verhaltensdaten usw.

Die Einsicht in alle Touchpoints der Customer Journey gibt Aufschluss über die Interessen des Kunden, was er wahrscheinlich als Nächstes kaufen wird oder ob er einen persönlichen Rabatt benötigt, um sich nach einer Zeit der Inaktivität wieder zu engagieren.

Piwik PRO Customer Data Platform ermöglicht es Ihnen, Single Customer Views zu untersuchen.

Identitätsermittlung

Eine CDP ordnet unterschiedliche Daten aus mehreren Kanälen demselben Kundenprofil zu. Sie erstellt Nutzerprofile, indem sie Daten anhand übereinstimmender Identifikatoren wie E-Mail-Adresse, Benutzer-ID oder Cookie-ID zusammenführt.

Die Fähigkeit, mehrere IDs zu verwenden, unterscheidet sie von den Optionen in analytischen Tracking-Tools. Diese basieren oft auf Cookies, die Daten an einen Browser und nicht an einen Nutzer binden. Die Verknüpfung von Cookie-basierten Nutzerdaten mit anderen Tools und Systemen kann zu nachgelagerten Problemen mit der Datenqualität führen. Sie unterscheiden dann etwa nicht zwischen Personen, die dasselbe Gerät innerhalb desselben Cookies verwenden. Außerdem machen datenschutzrechtliche und technologische Maßnahmen den Einsatz von Cookies zu einem kurzfristigen Ausweg.

Die Piwik PRO CDP funktioniert mit beiden:

  • persistenten Identifikatoren (wie Nutzer-IDs), so wie die meisten CDPs auf dem Markt.
  • nicht-persistenten Identifikatoren (wie Sitzungs-IDs) für die Personalisierung während der Sitzung oder für Aktivierungen. Wenn es keine anderen Daten über einen Besucher gibt, wird die Sitzungs-ID gelöscht und das Profil wird nach dem Ende der Sitzung unbrauchbar.

Nicht-persistente, kurzfristige Identifikatoren ermöglichen folgende Aktionen:

  • Während der Sitzung ein Chat-Fenster für die Besucher zu öffnen, die innerhalb der letzten 5 Minuten zweimal die Preisseite besuchten.
  • Das Aussehen der Website zu ändern, um mehr kontextbezogene Anzeigenplätze für diejenigen einzufügen, die gezielte Werbung deaktiviert haben.
  • Warnnachrichten an Ihr Firmen-Slack zu senden im Falle von Wutklicks auf Ihrem wichtigsten Kontaktformular.

Zielgruppen-Segmentierung

Durch die Segmentierung erstellen Sie Zielgruppen, die die bestimmte Bedingungen erfüllenden Kundenprofile gruppieren.

Sobald Sie über Zielgruppensegmente in Ihrer CDP verfügen, können Sie die Daten an nachgelagerte Tools in Ihrem Growth Stack weiterleiten und aktivieren. Wenn Sie die Zielgruppen-Segmentierung an einem zentralen Ort durchführen, sparen Sie Zeit beim Aufbau der Zielgruppe. Sie stellen auch sicher, dass die Segmente systemübergreifend konsistent und aktuell sind.

Mit der Customer Data Platform von Piwik PRO erstellen Sie Zielgruppen basierend auf Attributen. Sie nehmen etwa Daten in Bezug auf:

  • Traffic, z. B. Quelle, Medium, Keyword, Kanal und Kampagnendetails
  • Gerät und Plattform
  • Standort
  • Consent
  • Andere Details, wie die letzte Bestellzeit oder der Gesamtumsatz

Analytics sammelt diese Informationen durch Events. Dann gleicht sie die CDP mit dem Nutzerprofil anhand von First-Party-Identifikatoren, wie E-Mail oder Nutzer-ID, ab.

Sie richten auch Zielgruppen basierend auf dem Nutzerverhalten (Event-Dimensionen) ein. In diesem Fall basieren die Verhaltensbedingungen auf der Anzahl der Events über einen bestimmten Zeitraum. So segmentieren Sie etwa Profile von Nutzern, die bestimmte Produktseiten innerhalb eines Zeitraums mehrmals besucht haben.

Durch die Kombination von CDP und Tag Manager losen Sie Tags basierend auf den Bedingungen der Zielgruppe aus.

Aktivierung der Daten

Wenn Sie Daten aktivieren, setzen Sie die Einblicke in Kundendaten in anderen Systemen und Tools in die Tat um. So nehmen Sie z. B. Nutzer aus einer Zielgruppe in einer E-Mail-Liste auf, um ihnen einen Rabattcode zu schicken. Oder Sie blenden ein Werbebanner auf der Website mit einem ergänzenden Produkt ein, das auf den früheren Käufen eines Kunden basiert.

All dies ist durch Integrationen möglich, die die CDP direkt anbietet. Unternehmen können jederzeit und überall auf die Daten zugreifen. Und sie entlasten dabei Ingenieure vom Umgang mit Third-Party-Codes.

Mit der CDP von Piwik PRO aktivieren Sie Daten, indem Sie ausgewählte Attribute über Webhooks und Automatisierungstools an Tausende Ziele senden:

  • CRM
  • Werbeplattformen
  • E-Mail-Marketing-Tools
  • interne Kommunikationskanäle 
  • und mehr

Beispiele für Plattformen sind: Hubspot, Slack, Mailchimp, Google Ads, Shopify, Marketo und andere.

Sie aktivieren Daten mithilfe von Vorlagen und einem intuitiven Editor, ohne die technischen Teams zu involvieren. Bei Bedarf definieren Sie so auch fortgeschrittenere Integrationen.

Arbeit in Echtzeit

CDPs ermöglichen es Marketern, in Echtzeit zu arbeiten. Dies verbessert die Vorbereitung von Zielgruppensegmenten oder die Ansprache von Nutzern mit relevanten Inhalten.

Customer Data Platforms geben auch Kundeninformationen in den aktualisierten Profilen in Echtzeit wieder. Dadurch erweitern sich die Datensätze, und Sie greifen stets auf aktuelle Kundendaten zu.

Sie wissen schon, was eine CDP ist und wie Sie sie verwenden. Wir lernen jetzt die Funktionen ähnlicher Arten von Data-Management-Software und die Nuancen, die den besten Einsatz für sie bestimmen.

CDP vs. DMP
Eine Data Management Platform (DMP) beeinflusst in erster Linie die Werbung, um Anzeigen gezielter zu schalten und Zielgruppen besser zu erreichen. DMPs stützen sich meist auf Third-Party-Daten und spiegeln anonyme Kunden-IDs (wie Cookies) wider. Es macht sie zu Systemen mit weniger genauen Daten. In Anbetracht zunehmender Anzahl DSGVO-freundlicher Tools sind DMPs alles andere als optimal, um Nutzerdaten zu verwalten und zu verwenden.

Lesen Sie über 4 Unterschiede zwischen Data Management Platform (DMP) und Customer Data Platform (CDP)

CDP vs. CRM
Ein Customer Relationship Management (CRM) erstellt Berichte über aktuelle oder potenzielle Kunden. Es hilft Ihnen daher in erster Linie bei der Analyse der Vertriebspipeline und bei Prognosen. CRMs registrieren keine Offline-Daten, es sei denn, Sie geben sie manuell ein. Diese Softwares arbeiten hauptsächlich mit Online-Datenquellen.

CDP: Anwendungsfälle

Dank des Potenzials von CDPs beeinflussen  Sie positiv das Unternehmenswachstum. Im Folgenden gehen wir auf acht Probleme ein.

Betriebliche Effizienz verbessern

Eine CDP der Unternehmensklasse vereinheitlicht Daten aus verschiedenen datenerzeugenden Kanälen und Plattformen.

Sie löst das Problem der Datensilos. Diese treten vor, wenn das Datensortiment einer Abteilung zwar verfügbar, aber vom Rest des Unternehmens isoliert ist. Datensilos erschweren die Zusammenarbeit, verlangsamen das Tempo und die Effizienz des Unternehmens und gefährden die Genauigkeit der Kundenprofile.

Der Abbau von Datensilos verbessert die Produktivität. Teams wie Marketing, Vertrieb, Support oder Produkt arbeiten leichter zusammen, tauschen Nutzerdaten aus und ergänzen ihre Arbeit gegenseitig.

Mit einer CDP arbeitet das Unternehmen mit genaueren und vollständigeren Kundenprofilen. Es kann viele seiner Vorgänge automatisieren. Da eine CDP individuelle Profile für Ihre Kunden und Interessenten erstellt, verbringen Sie nicht mehr Stunden damit, die Informationen Ihrer Zielgruppe manuell einzugeben. Sie benötigen auch nicht, sie auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Gezielte Marketingkampagnen entwickeln

Mit einer CDP aktivieren Sie Kampagnen in Echtzeit. Sie führen hoch personalisierte Marketingkampagnen in allen Bereichen der Kundenbindung durch. Wenn Sie eine CDP mit einer Marketing-Automatisierungsplattform nutzen, vereinfachen sie zeitaufwendige Aufgaben wie das Qualifizieren von Leads und das Erstellen von Kampagnen.

Dank der CDP entscheiden Sie schnell, mit welchen Inhalten Sie Besucher ansprechen und welcher Kanal am effektivsten ist. Gleichzeitig tracken und messen Sie den Erfolg der Kampagnen und Kanäle. Diese Einblicke nutzen Sie, um die Assets oder das Messaging in der nächsten Kampagne zu verfeinern und zu verbessern.

So können Sie Nutzer segmentieren, die häufig Ihre Marketing-E-Mails öffnen und sich Produkte auf Ihrer Website ansehen, aber den Warenkorb verlassen. Dann senden Sie Erinnerungen an die angesehenen Produkte, um Ihre Zielgruppe erneut anzusprechen.

In ähnlicher Weise sagt Ihnen eine CDP, welche Nachricht Sie einem Kunden nicht schicken sollten. Sie kombinieren etwa Online-Daten aus Ihren digitalen Kanälen mit Offline-Kundendaten aus einem POS-System. Im nächsten Schritt suchen Sie die Kunden aus, die kürzlich einen Artikel in Ihrem physischen Geschäft gekauft haben. Dann beseitigen Sie diese Kunden aus Ihrer nächsten Werbekampagne in den sozialen Medien für diesen Artikel. So konzentrieren Sie Ihre Ressourcen auf diejenigen, die den Artikel eher kaufen werden.

Customer Experience personalisieren

Laut Customer Loyalty Index 2022 sind 64 % der deutschen Verbraucher*innen Einzelhändlern gegenüber loyaler, die personalisierte, auf ihre Interessen zugeschnittene Erfahrungen bieten. Personalisierte Interaktionen sind relevanter, zeitnaher und effektiver, um Nutzer zu Engagement, Conversion und Kundentreue zu bewegen.

Anhand der über Ihre Quellen gesammelten und in einer CDP gespeicherten Daten entdecken Sie:

  • Wie sich die Nutzer auf Ihrer Website bewegen
  • Welche Aktionen sie durchführen und 
  • Ob sie die Trichter abschließen

Die Personalisierung kann Inhaltsempfehlungen und Angebote umfassen, die basierend auf dem bisherigen Verhalten eines Besuchers kontextbezogen auf der Website eingefügt werden. Sie können auch Nachrichten anzeigen, die:

  • Zur Branche des Nutzers passen
  • Ihn mit relevanten Bildern oder Farben ansprechen 
  • Ihn mit seinem Firmen- oder Privatnamen ansprechen

Oder Sie füllen Formulare mit zuvor eingegebenen Daten vorab aus.

Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde besucht Ihre Sport-Website. Er sieht sich mehrere Seiten für Produkte in derselben Kategorie – Tennisausrüstung – an. Dann verlässt er Ihre Website, ohne einen Kauf zu tätigen. Wenn er das nächste Mal Ihre Website besucht, können Sie die Startseite so einstellen, dass ihm Angebote für Tennisausrüstung, nicht nur ein allgemeines Sortiment angezeigt werden.

Customer Journeys optimieren

Mit einer CDP tracken Sie den gesamten Weg eines Kunden und fassen Sie jede Interaktion eines potenziellen Kunden mit Ihrem Unternehmen zusammen. Aber die Rolle einer CDP ist noch lange nicht vorbei, wenn ein Nutzer seinen ersten Kauf tätigt. Sie hilft Ihnen, jede Phase der Customer Journey zu optimieren, einschließlich der Kundenbindung und der Fürsprache.

Ihr Vertriebsteam sieht, wo sich Ihre Leads im Verkaufstrichter befinden und spricht sie zum besten Zeitpunkt mit den richtigen Informationen an. In ähnlicher Weise analysieren Marketingexperten, wo sich Nutzer auf ihrer Reise befinden, wie sie sich auf Ihrer Website bewegen und wo sie abspringen.

Sie gewinnen mehr Kunden für Ihr Unternehmen, wenn Sie verstehen, welche Interaktionen sie in zahlende Kunden verwandeln. Erkennen Sie, welche Inhalte nicht so effektiv sind und welche bei den Nutzern am besten ankommen. Dann verbessern Sie die Ersten und wiederholen die Zweiten. Auf diese Weise konzentrieren Sie Ihre Ressourcen auf die Strategien, die den besten Erfolg für Ihr Unternehmen sichern.

Kundendienst verbessern

Laut einer Studie von Zendesk würden 66 % der B2B-Kunden nach einer schlechten Interaktion mit dem Kundendienst nicht mehr bei einer Marke kaufen.

Eine CDP bietet wertvolle Einblicke für jeden, der in seiner täglichen Arbeit zur Customer Experience beiträgt, einschließlich Kundenerfolgsteams und Kundenbetreuern. Sie stehen täglich an vorderster Front der Kundeninteraktionen. Daher haben sie einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftserfolg und die Kundentreue.

Mitarbeiter, die mit Kunden interagieren, haben sofortigen Zugriff auf deren detaillierte Kundenprofile. Sie beantworten effektiv Kundenanfragen, machen Vorschläge oder lenken das Gespräch auf neue Käufe oder Markenerlebnisse. So erfüllen sie schnell den Kundenbedarf und bilden bessere Kundenbeziehungen.

Wenn die Mitarbeiter wissen, wie die Nutzer mit der Marke interagieren und kennen ihren Kundenstatus, stimmen sie das Gespräch leicht auf die User ab. Sie benötigen nicht, die genauesten Details herauszufinden oder Kunden lange in der Warteschleife zu halten, um relevante Daten zu finden.

Dank einer CDP sehen die Mitarbeiter etwa nach, welches Produkt und über welchen Kanal der Kunde gekauft hat. Sie machen sich leichter ein Bild davon, welche Themen auf Ihrer Website den Kunden interessieren könnten. Sie sehen auch seine früheren Interaktionen mit Unternehmen, z. B. geöffnete Tickets und deren Status, Probleme oder Anfragen. Sie reagieren darauf und schließen die Tickets schneller ab.

Kunden mit hohem Wert identifizieren

Wenn Sie alle Ihre Kundendaten an einem Ort aufbewahren, ermitteln Sie leichter die Kunden, die Ihrem Unternehmen den größten Nutzen bringen. Dazu dient die Analyse des Kaufverhaltens und der Kaufhistorie. Ein Kunde, der entweder viel bei Ihnen ausgibt oder regelmäßig einkauft, gehört doch zu Ihren wertvollsten Kunden.

Ihre besten Kunden sind auch diejenigen, die nicht nur bei Ihnen kaufen, sondern auch häufig mit Ihrer Marke interagieren. Es geschieht über soziale Medien oder per E-Mail oder indem sie positive Bewertungen auf Seiten Dritter hinterlassen. Priorisieren Sie die Pflege und Bindung dieser Segmente.

Mit der CDP ermitteln Sie auch gemeinsame Merkmale Ihrer besten Kunden. Dazu gehören etwa demografische Details (Alter, Standort, Beruf oder Branche) oder Verhaltensdaten (am häufigsten besuchte Seiten, häufige User Flows auf Ihrer Website oder App, am häufigsten gekaufte Produkte oder Dienstleistungen usw.).

Mit diesen Informationen erstellen Sie dann spezifische Kampagnen und Customer Journeys, um ähnliche Zielgruppen anzusprechen. Es lohnt sich, die Nutzer in Ihrer Datenbank, die diese Merkmale teilen, anzustoßen und sie mit relevanten Inhalten anzusprechen. Sie ermutigen die User dazu, Ihr Produkt zu kaufen.

Abwanderung verhindern

Eine Customer Data Platform verwenden Sie auch, um Kunden zu entdecken, die abwandern könnten.

Abnehmende Interaktionen mit Ihrer Marke, wie z. B. weniger geöffnete E-Mails, weniger Interaktionen in sozialen Medien und Blogs oder eine geringere Produktakzeptanz, kann auf eine schwächere Bindung mit Ihrem Unternehmen hinweisen.

Mit einer CDP identifizieren Sie solche Personen und kommen ihnen zuvor, indem Sie das Messaging oder das Erlebnis verbessern. So können Sie den Kunden die Funktionen Ihres Produkts zeigen oder einen zeitlich begrenzten Aktionscode für ihr Abonnement senden, damit sie mehr Zeit haben, Ihr Produkt kostengünstig zu testen.

Cross-Sell- und Upsell-Chancen identifizieren

Mit einer CDP binden Sie nicht nur Kunden, sondern entdecken auch Cross- oder Upselling-Chancen. Anhand von Informationen über die bisher gekauften Produkte oder Dienstleistungen, den Zeitpunkt früherer Käufe, Kommunikationspräferenzen und den Loyalitätsstatus finden Sie heraus, was der Kunde als Nächstes benötigen könnte.

Eine Customer Data Platform löst Probleme, die Marken häufig die Cross-Sell- und Upsell-Chancen entziehen. Dazu gehören Datensilos, problematische Identitätsermittlung und der fehlende Echtzeitzugriff auf Daten.

Sie zeigen mit der CDP z. B. die aktuellen Kunden an, die Ihre E-Mail-Software verwenden und Seiten Ihrer anderen Produkte durchsuchen. Vielleicht konsumierten sie in letzter Zeit vermehrt Ihre Inhalte zu Produktnutzungsfällen und -funktionen und besuchten Preis- und Kontaktseiten. Erwägen Sie, diese Nutzer mit einem Promo-Code für Ihr anderes Produkt anzusprechen. Eine gute Idee wäre auch, eine spezielle Kampagne mit Inhalten zum gemeinsamen Einsatz Ihrer Produkte zu starten.

Wie Sie die richtige CDP für Ihr Unternehmen auswählen

Bevor Sie sich für eine CDP entscheiden, denken Sie über Ihre spezifischen Anwendungsfälle nach und finden eine Plattform, die Ihrem Bedarf am besten entspricht.
Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wie oft interagieren Sie mit Ihren Kunden und Besuchern?
  • Welche Plattformen nutzen Sie, um sie zu erreichen und mit ihnen zu kommunizieren?
  • Was sind ihre Bedürfnisse und Verhaltensmuster?
  • Welche Tools verarbeiten Ihre Kundendaten derzeit?
  • Wie sind diese Softwares miteinander verbunden?

Prüfen Sie Ihre Kundenreichweite, die Tiefe der Integration mit Ihren bestehenden Systemen und Ihr Budget. Besprechen Sie die Bedürfnisse und Erwartungen der wichtigsten Stakeholder, insbesondere derjenigen, die regelmäßig mit Kundendaten interagieren. Gehen Sie auf ihre Bedenken ein und planen Sie einen reibungslosen Übergang, der gewährleistet, dass die CDP mit Ihren aktuellen Tools funktioniert.

Wir bauen unsere CDP neu auf und statten sie mit umfangreichen Features aus, die die Plattform zu einer unverzichtbaren Komponente eines jeden Analyse-Stacks der Enterprise-Klasse machen.

Mit der neuen Piwik PRO CDP:

  • Sammeln und integrieren Sie Kundendaten aus verschiedenen Quellen, einschließlich Web-/Mobile-SDKs (bald auch: Online-Formulare, CRM-Systeme, E-Commerce-Plattformen und soziale Medien).
  • Segmentieren Sie Kunden basierend auf ihrem Verhalten und demografischen Daten.
  • Lösen Sie personalisierte Marketingkampagnen basierend auf dem Kundenverhalten in Echtzeit aus, z. B. E-Mails zur Wiederherstellung abgebrochener Warenkörbe oder personalisierte Empfehlungen.
  • Überwachen und messen Sie die Leistung der CDP.

Lesen Sie mehr über die Funktionen unserer CDP und erfahren Sie, warum sie die richtige Wahl für Ihr Unternehmen ist.

7 unternehmensfähige Customer Data Plattformen im Vergleich

Verschaffen Sie sich einen detaillierten Überblick über ihre Merkmale und wählen Sie die richtige CDP für Ihr Unternehmen.

Abschließende Gedanken zu CDPs

Wir hoffen, dass unser Blogeintrag Sie dazu anregt, eine CDP in Ihrem Unternehmen anzuwenden und Ihre Geschäftszahlen zu verbessern.

Mit dieser Art von Software schließen Sie potenzielle Informationslücken, verbessern die Datenintegrität abteilungsübergreifend und verknüpfen miteinander Kanäle, Touchpoints und Geräte.

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Wenn Sie noch Fragen zu den Anwendungsfällen der CDP von Piwik PRO haben, wenden Sie sich an uns:

Autor

Beata Moryl

Content Marketer

Beata Moryl ist ein Profi mit 20 Jahren freiberuflicher Erfahrung im Übersetzen und Verfassen von Inhalten. Sie verfügt außerdem über einen soliden betriebswirtschaftlichen Hintergrund und Erfahrung als Managerin in den Bereichen Kundenservice, Produktmanagement und Geschäftsentwicklung. Beata übersetzte fast 20 wirtschaftsbezogene Bücher (zu den Themen Marketing, Soft Skills, Coaching, HR und Kundenservice) für etablierte Verlage wie den Verlag C.H. Beck. Bei Piwik PRO spezialisiert sie sich auf die rechtlichen Aspekte der Webanalyse, den Datenschutz und die Optimierung von Geschäftsergebnissen mithilfe moderner IT-Tools. LinkedIn Profil.

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Autor

Małgorzata Poddębniak

Senior Content Marketer

Content-Marketerin und Redakteurin mit Erfahrung in technischen Themen und im Erstellen von recherchebasierten, umfassenden Artikeln über die Web-Analytics und den Datenschutz.

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