Wie erstellt man eine Single Customer View-Plattform?

Veröffentlicht: Januar 30, 2018 Update: November 13, 2018 Autor Kategorie Customer Journey, Data Management

Sie verarbeiten täglich sehr viele Daten? Sie fragen sich bestimmt, wie Sie diese praktisch organisieren können. Die Single Customer View-Plattform ermöglicht eine einwandfreie Organisierung Ihrer Daten.

Sie hören das nicht zum ersten Mal?

Heutzutage spricht man öfters von den Fähigkeiten der SCV-Plattform. Ist die SCV-Plattform nun nur ein modernes Buzzword, oder steckt mehr dahinter?

Mit anderen Worten, wie kommt man vom Punkt A bis zum Punkt B- wo A eine riesen Anzahl an unverarbeitete Kundendaten ist und B kategorisierte Daten sind, die eine gute Übersicht des potenziellen und rückkehrenden Kunden enthält.

Hier finden Sie heraus, wie die SCV-Plattform funktioniert.

Datensammlung

Um eine dynamische SCV-Plattform zu erstellen, sollte man Elemente in die Plattform integrieren, die für die Datensammlung zuständig sind.

Eine SCV-Plattform sollte ein gutes Bild von einem Konsumenten erstellen können, das aus Online und Offline Datenquellen stammt. Das ist das Hauptziel einer Single Customer View-Plattform.

Eine Varietät von Daten kann für Ihr Unternehmen von Nutzen sein. Das kommt darauf an, mit welchen Zielen die Plattform ausgestattet sein werden soll.

Als Beispiel kann ein Unternehmen dienen, dass Kleidung verkauft. Eine Single Customer View-Plattform kann hier dazu beitreten, dem Unternehmen personalisierten Content bereitzustellen und die Lifetime-Revenue des Kunden zu maximieren.

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Wie oben erwähnt, die Datenquelle kann sowohl der Online als auch Offline Bereich sein. Das ist eine wichtige Information. Denn, die Fähigkeit Offline Daten mit Online Handlungsweisen zu verbinden ist eine der mächtigsten der SCV-Plattform.

Dank dessen bleibt das Erlebnis fuer unseren Kunden personalisiert und konsistent. Unter anderem kreiert das auf jedem User-Level auch ein positives Bild des Unternehmens.

Die Plattform muss Daten auf einer kontinuierlichen Art und Weise empfangen können, um diese dann zu segmentieren. All das findet in dem Server statt und kann so illustriert werden:

Daten-Verarbeitung

Der Kern der SCV ist Datensegmentierung. Ohne Datensegmentierung würden alle eingesammelten Daten nicht handhabbar sein.

Um das zu vermeiden, muss die SCV so vorbereitet werden, um Daten dynamisch zu erhalten, damit die Plattform diese später schnell und gründlich entsprechend einsortieren kann.

Schritt 1: Normalisieren und bereichern

Der erste Schritt ist die eintreffenden Daten gut einzuordnen, damit man sich einen guten Überblick schafft.

Der so genannte “Normalisierungs-Prozess” beinhaltet die Erstellung eines universalen Formats, dass alle Daten zum nächsten Schicht senden kann. Bei einem Onlineshop Besucher bedeutet das soviel wie eine Kombination von mobilen SDK-Daten und Web-Trackers, die einen Einblick auf alle Einkaufsartikel ermöglichen, die er sich während seiner Anwesenheit im Onlineshop, ansieht. Egal welche Plattform er dafür benutzt, einen mobilen Browser, oder seinen Browser auf seinem Rechner.

Außerdem, erlaubt dieser Schritt eine Nutzung von Daten-Profilen die mit zusätzlichen Datenpunkten bereichert werden können.

Darüber hinaus, kann eine User IP Adresse, zusammen mit einer externen Datenbank, die Lokalisierung des Users zur Verfügung stellen.

Das Analysieren des User-Agenten kann dazu fuehren, dass man entdeckt welches Endgerät und Browser-Typ der User nutzt.

Alle neuen Ereignisse werden in die passende Datenbank eingetragen, sobald das Ereignis in die allgemeinen Attribute eintrifft.

Schritt 2: Erstellen Sie Profile

Daten die einfliessen, werden normalisiert und mit mehr Daten bereichert. So beginnt das Aufbauen eines Profils.

Ereignisse die Cookies beinhalten werden mit Offline-Daten verlinkt, die aus CRM Quellen stammen. Wie zum Beispiel andere Datenbanken, schlichte CSV Dateien, die Rohdaten einbeziehen und in allgemeine Datenbanken gelagert werden.

Die Daten werden werden zusammengestellt und jedes Profil erhält somit eine individuelle ID. Diese ID kann später dazu genutzt werden, um Daten über einen bestimmten Besucher abzurufen.

Schritt 3: Bauen Sie Zielgruppen auf

Sobald Daten in Profile eingeordnet und vereinigt werden, kann man anhand der gesammelten Daten, einzelne Profile segmentieren und dementsprechend Zielgruppen aufbauen.

Profile lassen sich in mehrere Zielgruppen einteilen. Das Marketing Team innerhalb des Unternehmens muss sich entscheiden welche Aspekte priorisiert werden sollen:

  • Kunden, die in den letzten 30 Tagen fuer eine Summe von mehr als 1000 Dollar eingekauft haben ( innerhalb einer bestimmten Produktkategorie )
  • Kunden, die eine Kundenkarte beantragt haben, aber in den letzten 3 Monaten keine Einkäufe getätigt haben

So detaillierte Einblicke kann man nur dank der Fähigkeiten einer SCV-Plattform erhalten. Mit allen Daten an einem Platz.

Dank Zielgruppen-Daten und genauen Angaben ueber den Besucher, kann man sich jetzt noch besser mit dem Kunden verbinden, indem man ihm personalisierte Benachrichtigungen geschickt.

Datenaktivierung

Der grösste Vorteil der SCV-Plattform ist das Zeitsparen. Man spart sehr viel Zeit beim verarbeiten und beim aktivieren der Daten die gesammelt werden.

Diese Daten können folgendermaßen genutzt werden: mit einem Online-Identifier (durch Cookie-Synchronisierung oder anders) der mit dem Kunden verlinkt ist und ihm dank digitaler Kanäle eine Variation an Programmatic-Display Ads anzeigen kann.

Ein bekannter Anwendungsfall ist die Nutzung von SCV-Plattformen bei personalisiertem Content, zum Beispiel: Emails, Ads, Banner auf E-Commerce Seiten u.v.m. Die finale Verbindung zwischen der SCV-Plattform und dem Verwendungszweck ist von grosser Bedeutung.

Sobald die Kundenprofile erstellt und mit Informationen bereichert wurden, (die Informationen die das Profil beinhalten, reichen völlig aus, um ein gutes Kundenprofil zu entwerfen), koennen Sie das Kundenerlebnis mit Hilfe der Programatisierung verbessern.

Was bedeutet das genau?

Zum Beispiel:

  • Das Bereitstellen von dynamischen Ads auf Drittanbieter Seiten (mit Programmatic Media-Buying Plattformen wie Google DoubleClick Bid Manager oder AppNexus), die Gegenstände oder Dienstleistungen anzeigen, die Kundeninteresse wecken könnten.
  • Das Maßschneidern des Homepage-Contents auf Ihrer Onlineshop Website. Passen Sie den Inhalt dem Besucher an.
  • Das Versenden von gezielten Werbemails, Sonderangeboten.

Das sind die Möglichkeiten die eine Single Customer View Plattform mit sich trägt.

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Autor:

Maciej Zawadziński, CEO & Gründer Piwik PRO

Er ist begeisterter Entrepreneur mit Leib und Seele. Ihn faszinieren Analytics- und Marketing-Technologien.

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