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Wie Funnel Reports die Conversion Rate und User Experience verbessern

Analytics Best Practices, How Tos & Use Cases Conversion Optimierung

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Veröffentlicht May 13, 2020 Aktualisiert May 11, 2020

Wie Funnel Reports die Conversion Rate und User Experience verbessern

Jedes Unternehmen hat Ziele, welche durch dessen Kunden erreicht werden sollen. Sei es ein Produkt zu erwerben, den Newsletter zu abonnieren, ein neues Feature zu übernehmen – im Grunde genommen kommt es hier auf das Unternehmen selbst an. Jedoch haben alle Unternehmen eines gemeinsam: die Website so einfach wie möglich  zu gestalten, dass die gestellten Ziele reibungslos erreicht werden können. 

Mit Ihren Zielen in Petto bleibt nur noch die Frage: Wie kriegen Sie mehr User dazu die Ziele zu erfüllen? Das ist jener Punkt, bei dem die Optimierung der Conversion Rate (CRO) eine Rolle spielt. Jedoch ist Optimierung ohne Analyse nur ein erfolgloses Ratespiel.

Zuallererst ist es wichtig den Grund zu finden, wieso jemand einen Prozess auf Ihrer Website anfängt, aber nicht abschließt. Dies ist die Basis für die meisten Analytics-Metriken, wie zum Beispiel Bounce, Goal Conversion und Click Through Rates. All diese Metriken liefern Informationen über Ihre Website-Besucher, die sich Ihrem begehrten Ergebnis nähern.

Piwik PRO hat verschiedene Tools, welche bei der CRO helfen. Eines der Hilfreichsten dabei sind Funnel Reports. Sie bieten Einsicht in Userpfade; identifizieren Schwachstellen; zeigen auf, ob die Veränderung an der Website die Conversion Rate verbessern; und vieles mehr.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns somit auf Funnel Reports. Wir werden uns die Analyse dieser Reports, mögliche Verbesserungen Ihrer Journeys und einige Beispiele von Funnels ansehen. Im Endeffekt werden Sie herausfinden, wie Sie mit Hilfe dieser aussagekräftigen Reports Ihre Conversions steigern können.

Einen technischen Guide über das Erstellen von Funnels in Piwik PRO, finden Sie in unserem Help Center-Artikel “Set up a funnel“.

Wann können Sie Funnels nutzen?

Sie haben hart dafür gearbeitet, um den Interessenten Ihrer Website einen klaren Pfad zu bieten. Jetzt ist es Ihnen möglich jeden Schritt dieser User Journey zu verfolgen. Schauen Sie sich an, wie viele Besucher tatsächlich ans Ziel gelangten oder vorzeitig abspringen.

Also, wie sieht die Nutzung der Funnels in der Realität aus? Lassen Sie uns einen Blick auf ein paar Beispiele werfen:

Ziel: Besucher migrieren von der Homepage zur Produktseite und enden mit einer Anfrage für eine Demo.

Ihre geplante Customer Journey könnte folgendermaßen aussehen:

  1. Jemand besucht Ihre Website. Von hieraus haben Ihre Besucher einen Einblick in das Unternehmen und das angebotene Produkt oder den Service.
  2. Idealerweise haben Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Besucher gewonnen. Diese gehen zur Produktseite um sich tiefer einzulesen. Dies sind bereits zwei Schritte: Die Homepage und die Produktseite.
  3. Sollten Ihre Besucher mögen was sie sehen, vereinbaren sie eine Demo. Dies ist der letzte Schritt und Ihre erwartete Conversion.

Dieser Funnel könnte, je nach Vorstellung der Conversion, unterschiedlich enden. Sie möchten zum Beispiel, dass Ihre Besucher Ihr Sales-Team kontaktieren, oder sogar einen Einkauf tätigen. Eine komplexere Version der Conversion können Sie aber auch anbieten. Dazu gehören das Klicken des Anfrage-Links, das Ausfüllen des Formulars und letztendlich das Abschicken des Formulars.

Erfahren Sie mehr zum Thema Funnels und Funnel Analytics in unseren Artikeln:
Funnel Analytics: Leiten Sie Ihre User bis hin zur Conversion
Wo klemmt’s? Fehler im Funnel erkennen und optimieren

Am wichtigsten ist jedoch der klar ausgelegte Prozess, mit mehreren Schritten zum Tracken.

Ziel: Interessenten schicken eine Kontaktinformation ab.

Sie haben eine Landingpage, mit dem Ziel der Leadgenerierung durch ein Kontaktformular erstellt. Die Optimierung des Formulars und Funnels spielen sich hier eigens in die Hand. Es ist Ihnen möglich, Feld über Feld, zu erkennen, wo Ihre Besucher an Interesse verlieren und wo Verbesserungen durchgeführt werden müssen. Ihre Schritte werden vielleicht so aussehen:

  1. Ihre Besucher landen auf der Kontaktseite.
  2. Sie klicken auf einen Button, der das automatische Scrollen zum Kontaktformular ausführt (Da keine neue Seite geladen wird, kann ein benutzerdefiniertes Event als Funnelschritt genutzt werden).
  3. Die erste Seite des Formulars ist ausgefüllt.
  4. Die zweite Seite des Formulars ist ausgefüllt (mit der Annahme dies sei ein langes, mehrseitiges Formular).
  5. Nachdem das Formular abgeschickt wurde, erreichen Ihre Besucher die Danke-Seite und Ihr Ziel wurde erreicht.

Für lange Formulare ist es von Vorteil die inkludierten Felder auf mehrere Seiten aufzuteilen, um den Besucher nicht zu verschrecken. In diesem Fall würden Ihre Funnelschritte das Erreichen der nächsten Seite und der resultierenden Felder einbinden. 

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Wo man mit den Funnels startet

Ob nun eine Conversion oder eine andere Task, am besten ist es, mit einer klaren Vision des Zieles zu beginnen. Dies im Hinterkopf, ist es nun möglich herauszufinden, wie Ihre Besucher dieses Ziel erreichen werden. 

Sie haben beim Design Ihrer Website, Kampagne, Landingpage, FAQ, etc. einen Pfad erstellt? Jetzt ist die Zeit gekommen diese von Ihnen erstellten Pfade zu testen, um zu sehen, was wirklich passiert.

Von der technischen Perspektive aus, sind Funnels in Schritte zusammengefasst. Es ist wichtig jeden Schritt mit einzubeziehen, um keine wichtigen Informationen zu übersehen. Sie müssen Schritte nicht unbedingt auf vordefinierten Analytics-Zielen oder Conversions basieren. Nutzen Sie jegliche Tracking-Dimension, um die Möglichkeit zu erhalten die Funnels in verschiedensten Situationen anzuwenden. Zum Beispiel könnten Ihre Schritte folgende Events beinhalten:

  • Button-Klicks
  • Prozentsatz des Page Scroll
  • Datendownload
  • und mehr

Zögern Sie nicht mehrere Funnels zu generieren, um so die User Journey überall auf Ihrer Seite zu verbessern.

Analysieren Sie Ihre Funnels

Sie haben Ihre Funnels erstellt und es ist Zeit deren Performance zu prüfen. Den Userpfad Schritt für Schritt visualisiert, ist es mit Leichtigkeit möglich, Problemstellen anzugehen. Sie können klar erkennen, was funktioniert und wo Optimierungsbedarf herrscht.

Nutzen Sie Segmente um mehr aus Ihren Funnels herauszuholen.

Sobald Sie Ihre Funnels segmentieren, haben Sie die Möglichkeit tiefgreifende Informationen zu erhalten und mehr über die Customer Journey zu erfahren. Wenn Sie ein Segment für Gerätetypen anwenden, können Sie herausfinden, dass z.B. die Mehrheit der Drop-Offs von mobilen Geräten stammt. Mit diesem Wissen können Sie sich in die Sicht Ihrer Besucher, die mobile Geräte nutzen versetzen. Es ist aber auch möglich Funnels anderweitig zu segmentieren. Hier kommen zum Beispiel Standort, Sprache, spezifische Kampagne und vieles mehr in Frage.

Die aktive Analyse Ihrer Funnels hilft bei der Beantwortung folgender Fragen:

  • Welche Besuchersegmente sind für die höchste Drop-Off Rate verantwortlich?
  • Ist mein Sales-Funnel für Besucher mit mobilen Geräten geeignet? Ist die mobile Version der Website so benutzerfreundlich, wie die Desktop-Version? Wie sieht es hier mit individuellen Betriebssystemen aus?
  • Sticht eine gewisse Traffic-Quelle heraus, in welcher der Funnel nicht beendet wird? Sollte eine neue Strategie zur Traffic-Akquise bereitgestellt werden?
  • Gibt es gewisse Regionen, in welchen die Drop-Off Rate ungewöhnlich hoch ausfällt?

Machen Sie Gebrauch von Ihren Funneldaten und verbessern Sie damit Ihre Website

Einmal Ihre Funnel analysiert, sollten Sie im Stande sein zu entdecken, welche Elemente Ihres Prozesses zu verbessern sind, um mehr Conversions zu erzielen. Dem individuellen Problem entsprechend ist es Ihnen möglich folgende Wege einzuschlagen:

  • Verbesserung der User Experience für Gerätetypen und Betriebssysteme.
  • Abgrenzung der problematischen Segmente und Audiences Ihrer Kampagnen und die Senkung aller Kosten zur Akquise dieser Problemgruppen. 
  • Erstellen von Remarketing-Kampagnen, Angeboten und Push-Notifications für Besucher, die den Funnel nicht beenden. Dies könnte in Form von Pop-Ups mit kostenlosem Versandangeboten oder einem Rabattcode in Erscheinung treten. 

Beispiel-Funnels in Piwik PRO

Gerne teilen wir mit Ihnen meistgenutzte Funnel-Set-Ups, welche wir in Piwik PRO sehen. Hiermit möchten wir Ihnen eine Idee zur Nutzung dieser Reports geben, um Ihre spezifischen Ziele bis hin zur Conversion zu erreichen.

Sollten Sie glauben, dass Ihre Besucher von Ihrer Produktseite zum Kontaktformular migrieren, könnte ein Funnel dieser Art hilfreich sein, Ihre Conversions zu erhöhen:

Funnel für Kontaktinformation

Ein Funnel über Besucher, die den Prozess des Kontaktformulars durchspielen oder vorzeitig beenden, würde demnach so aussehen:

Funnel für eine Demo-Anfrage

Um die Journey von Ihrer Homepage zu einer Demo-Anfrage der Produktseite abzubilden, ist es möglich einen Funnel ähnlich dem folgenden aufzustellen:

Fazit

Eine einzelne Antwort auf alle Themen gibt es leider nicht. Mit tausenden von Möglichkeiten, ermutigen wir Sie aber das volle Potenzial der Funnel auszunutzen und sie für jede Besuchergruppe und Website-Typen anzupassen. 

Wir hoffen Ihnen eine gewisse Klarheit darüber verschafft zu haben, welche Vorteile Sie durch solche Reports in Piwik PRO erhalten.

Sie haben noch Fragen?

Gerne können Sie uns kontaktieren, um Ihre offenen Fragen zu klären. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen helfen können.

Autor

Sebastian Synowiec

Content Marketing Specialist

Content Marketer Sebastian, verbindet bei Piwik PRO User Experience, Webanalyse und Datenschutz mit der Kunst der leichten Feder. Als erfahrener Texter bringt er jeder Zielgruppe auch komplexe Zusammenhänge und neue Entwicklungen näher. LinkedIn Profil

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Szymon Grzesiak

Performance Marketing Manager

Marketingexperte mit über 8 Jahren Erfahrung in SEO- und SEM-Kampagnen. In den letzten Jahren arbeitete er hauptsächlich an der B2B Leadakquise. Wordpress Webmaster mit HTML- und CSS-Kenntnissen.

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