Customer Data Platform vs. Data Management Platform: Ein umfassender Vergleich

Veröffentlicht: Juni 28, 2018 Update: August 7, 2019 Autor Kategorie Analytics

Viele Marketer stellen sich die Frage, welches System für ihre Kundendaten am besten geeignet ist – eine Customer Data Platform (CDP) oder eine Data Management Platform (DMP).

Welche von beiden das bessere Investment darstellt, ist wie in den meisten Fällen abhängig vom Unternehmen und den jeweiligen Anforderungen. Wir haben für Sie einen Vergleich aufgestellt, mit dem Sie die Eigenschaften beider Plattformen mit Ihren Anforderungen abgleichen können.


Wir haben für Sie die wichtigsten Features von CDPs und DMPs miteinander verglichen.

Zum kostenlosen CDP vs. DMP Vergleich

Ein paar grundlegende Sachen vorweg:

Eine CDP wird laut dem CDP Institute folgendermaßen definiert:

“A Customer Data Platform is a marketer-managed system that creates a persistent, unified customer database that is accessible to other systems”.

Die folgenden drei Punkte sind hierbei wichtig – Eine CDP…

  • wird durch die Marketing Abteilung (und nicht durch die IT) verwaltet und kontrolliert,
  • ist durch den Zugriff auf unterschiedliche Systeme in der Lage eine umfassende 360° Sicht auf jeden Kunden zu gewähren
  • Kann ihre Daten auf andere Systeme übertragen, um dort Daten zu analysieren und Kundeninteraktionen zu verwalten

Eine CDP kann die vollständigen Kundendaten eines Unternehmens verwalten. Sie erhebt Daten aus der Datenbank des Unternehmens, CRM-Systemen, Websites, Apps und Transaktionssystemen. Diese Daten werden dann so aufbereitet, dass Kunden personalisierte Inhalte angezeigt bekommen. So können individuelle E-Mails erstellt werden, Inhalte auf der Website angepasst werden und kundenspezifische Angebote kreiert werden.

Mehr zum Thema Customer Data Platform und Data Management Platform lesen Sie unseren Blogartikeln:
– Customer Data Platform: Die neue Chance im Marketing – 360° Customer Journey Analyse
– Customer Data Platform – Marketer im Spannungsfeld zwischen Einsatz, Verantwortung und Kontrolle von Kundendaten
– 4 Unterschiede: Data Management Platform (DMP) vs. Customer Data Platform (CDP)

Im Gegensatz dazu ist eine DMP so konzipiert, dass sie vorwiegend den Anforderungen von Advertisern gerecht wird. Sie sammelt und kategorisiert Daten aus unterschiedlichen Quellen und erstellt anschließend Zielgruppensegmente, damit Marketer und Advertiser Kunden gezielt ansprechen können.

Der Nutzen von DMPs wird daher oft wie folgt zusammengefasst:

Data management platforms (DMPs) are used by digital advertising buyers and publishers to store and manage audience data, often from multiple sources.

Es ist wichtig hervorzuheben, dass die beiden Plattformen trotz thematischer Überschneidung nicht für denselben Zweck eingesetzt werden. Die Unterschiede liegen in den Technologien und betreffen u.a. die primären Datenquellen, die Typen der Customer View (Profiling) und die Art der Datenspeicherung.

Verwendete Datenquellen, ihre Anforderungen und Risiken:

CDPs und DMPs arbeiten mit drei Datentypen: First-Party, Second-Party und Third-Party Daten. First-Party Daten stammen direkt vom Kunden selbst und sind durch eine Interaktion auf der eigenen Website oder App hervorgerufen worden. Second-Party Daten sind First-Party Daten, die jedoch durch ein anderes Unternehmen gesammelt worden sind und dann verkauft wurden. Third-Party Daten wiederum werden durch unterschiedliche Quellen generiert und dann von externen Unternehmen aufgekauft, kategorisiert und weiter verkauft. Der letztere Datentyp ruft bei einigen Bedenken über den Datenschutz hervor, da insbesondere die neue DSGVO den Umgang mit Third-Party Daten erschwert.

Die primäre Datenquelle für CDPs sind First-Party Daten. Desweiteren werden PII (Personally Identifiable Information) -Daten wie Namen, Email-Adressen und Telefonnummern gespeichert. DMPs zielen hingegen auf Third-Party Daten ab und arbeiten mit anonymisierten Tags wie IP-Adressen, Geräte und Cookies.


Wir haben für Sie die wichtigsten Features von CDPs und DMPs miteinander verglichen.

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Die Möglichkeit, unterschiedliche Daten zu erfassen und zu interpretieren:

Nicht nur die primäre Datenquelle ist ein entscheidender Unterschied zwischen den beiden Plattformen. Es gibt auch tiefgreifende Differenzen in den Daten, die gesammelt und verarbeitet werden können.

Generell lässt sich festhalten, dass DMPs eher darauf ausgerichtet sind allgemeine Nutzerdaten zu erfassen (z.B. Uhrzeit und Verweildauer beim Besuch der Website) während CDPs Daten auch für Analysezwecke verwenden. So können CDPs beispielsweise erkennen, ob man mit einem Website-Besucher eine Conversion erzielen kann. Zudem können die User-Aktivitäten ausgewertet und interpretiert werden, um daraufhin personalisierten Content anzuzeigen.

Ein differenzierter Vergleich von DMPs und CDPs:

Um die einzelnen Unterschiede zwischen einer DMP und CDP zu erfassen, haben wir eine detaillierte Gegenüberstellung der DMP- und CDP-Eigenschaften in einem kostenlosen Whitepaper ausgearbeitet. Folgende Themenbereiche werden unter die Lupe genommen:

1. Allgemeine Funktionen
(u.a. in Bezug auf Einsatz, Datenquelle, Datenbesitz, Customer View, u.v.m)
2. Hosting-Optionen
(On-Premises und Cloud)
3. Nutzerinformationen
(u.a. in Bezug auf PII, Login Details, IP-Adresse, Cookies, Browser, u.v.m)

Schauen Sie sich die Kriterien an und entscheiden Sie, ob diese für Ihr Unternehmen relevant sind. Auf diesem Weg können Sie schnell und einfach herausfinden, welche Plattform Ihre Marketingaktivitäten besser unterstützen kann.

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Autor:

Veronika Fachinger, Content Marketing Manager DACH

Sie hat immer ein Auge auf aktuelle Trends und Entwicklungen im Online Marketing und kreiert täglich wertvollen Content für Piwik PRO in Deutschland.

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