10 Tipps: Daten Zuverlässigkeit und Genauigkeit in der Webanalyse – Checkliste

Veröffentlicht: Dezember 22, 2016 Update: März 29, 2018 Autor Kategorie Analytics, Best Practices, How Tos & Use Cases

Webanalyse Tools speichern Tag für Tag eine riesige Menge an Daten, die es anschließend richtig zu interpretieren gilt. Zuerst müssen Sie dafür sorgen. dass die Daten zuverlässig und akkurat gespeichert werden. Hierfür muss der Analytics-Code richtig in die Website integriert werden. Dann beginnt bereits die Datenspeicherung. Doch anschließend haben Sie noch weitere wichtige Anpassungs- und Optimierungsmöglichkeiten, damit Ihre Datenbasis entscheidungsrelevante Ergebnisse liefern kann und diese nicht durch irrelevante Informationen verwässert wird.

Wir geben Ihnen 10 Tipps, die Sie unbedingt in Ihrem Website-Tracking berücksichtigen und überprüfen sollten, damit Sie mit der Webanalyse den Erfolg Ihres Unternehmens unterstützen. Drucken Sie diese Liste aus und diskutieren Sie die einzelnen Aspekte mit Ihrem Team oder Ihrem Chef. Sollten Sie Ihr derzeitiges Analytics-System überprüfen, können Sie diesen 10 Punkte-Plan ebenfalls zu Rate ziehen.

1. Machen Sie sich den Einsatz von Daten-Sampling bewusst.

Viele Analytics-Tools auf dem Markt schränken die Nutzung der Daten bereits per default ein. Sie erfassen zwar 100 Prozent der Daten, aber der Zugriff auf diese ist nie vollständig möglich. Damit eine schnellere Berechnung erfolgen kann und Ressourcen seitens der Toolanbieter eingespart werden können, wird nur ein Teil der Daten herangezogen. Diese Stichproben erstellen eine Hochrechnung. Somit wird nie die Realität Ihrer Daten 1:1 abgebildet. So nimmt man von Anfang an eine ungenaue Analyse in Kauf. Daher unser Rat: Wählen Sie für zuverlässige Erkenntnisse ein Web Analytics Tool, das Ihnen Zugriff auf 100% Ihrer Daten erlaubt und das Reporting basierend auf diesen Daten erstellt. Daten-Sampling können Sie in speziellen Fällen auch hier vornehmen, aber Sie sind nicht verpflichtend darauf angewiesen.

2. Taggen Sie Ihre URLs sinnvoll

Je besser Sie Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen mit speziellen Parametern tracken, fällt es Ihnen leichter, die guten von den schlechten Kampagnen zu unterscheiden. Systematisieren Sie die Auszeichnung und die entsprechenden Kanäle und Sie werden Ihren Marketing-Mix besser bewerten. Kennzeichnen Sie Ihre URLs mit Tags und Kampagnen-Parametern, um genau beurteilen zu können, wie Ihre Marketing- und Kommunikationskampagnen oder Anzeigen performen. Wir bieten Ihnen hierfür extra ein kleines URL-Builder-Tool auf unserer Website an, damit Sie die URL-Parameter nicht manuell eintippen müssen. Das spart Zeit und vermeidet Fehler.

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3. Erkennen Sie den Unterschied: 1st Party vs. 3rd Party Cookies

Halten Sie sich von Anbietern fern, die standardmäßig 3rd Party Cookies einsetzen. Dadurch gewähren Sie auch Dritten Zugang zu Ihren Daten und ermöglichen Ihnen einen Wettbewerbsvorteil oder entsprechende Zusatzgeschäfte. Ihre Daten sollen Ihnen für die Optimierung Ihres operativen Geschäfts helfen und nicht den Erfolg für andere sichern.

4. Implementieren Sie den Tracking-Code richtig in Ihre Website

Es klingt so banal: Aber gehen Sie sicher, dass Sie den Tracking-Code wie anfangs erwähnt in jede Seite korrekt implementiert haben. Nur so ist gewährleistet, dass von Anfang an alle erhobenen Daten in das Analysesystem fließen. Für die Implementierung und Erweiterung des Tracking-Codes bietet sich der Einsatz eines Tag Managers an. Hierdurch sind Sie agiler im Online-Marketing und unabhängig von Ihrer IT.

5. Finden Sie das richtige Maß an Detailgenauigkeit

Treffen Sie Ihre Entscheidungen auf Basis von möglichst detaillierten Analytics-Daten. Es macht wenig Sinn den gesamten Traffic Ihrer Seite universal zu betrachten und zu bewerten. Greifen Sie auf sinnvolle Segmentierungen zurück. Gruppieren Sie Ihre Besucher nach Devicetyp, Gendermerkmale, SEO oder Kampagnen-Traffic, Social Media Kanäle, Käufer vs. Warenkorb-Abbrecher u.v.m. Segmentieren Sie zielgerichtet, so dass Sie mehr über die Customer Journey der einzelnen Nutzergruppen erfahren und erkennen, welche Medienkanäle eine gute Performance und Conversion besitzen.

6. Kümmern Sie sich um Referrer-Spam

Setzen Sie ein Analytics-Tool ein, das die Möglichkeit bietet, Referrer-Spam zu identifizieren und aus Ihren Analysedaten auszuschließen. Andernfalls verwässern diese Bots Ihre Daten und die Conversion Rates verlieren an Bedeutung und Aussagekraft.

7. Vergessen Sie nicht, die interne IP auszuschließen

Denken Sie zu Beginn der Web Analytics-Implementierung daran, Filter einzurichten, um zu verhindern, dass die interne Websitenutzung Ihrer Mitarbeiter die Daten verfälschen. Je größer Ihr Unternehmen ist, umso fataler kann es sein, wenn die interne IP von der Analyse nicht ausgenommen wurde. Viele Mitarbeiter surfen auf den Webseiten, um Informationen zu erhalten, weiterzugeben oder Dinge zu testen oder zu beobachten. All diese Interaktionen würden aufgezeichnet und in User Profilen gespeichert. Echte Kunden mit High Involvement lassen sich dann nicht von regulären Mitarbeitern unterscheiden, die viele Page Views erzeugen und besondere Klickpfade beschreiten.

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8. Überprüfen Sie die Definitionen von bestimmten Metriken

Web Analytics-Anbieter geben bestimmten Metriken unterschiedliche Namen oder Definitionen. Hinterfragen Sie vorab, wie diese genau definiert sind und was sie bedeuten. Ein Visit kann zum Beispiel unterschiedlich gewertet werden. Bei manchen Tools ist ein Visit auf 30 Minuten eingestellt. In anderen Fällen können es 60 MInuten oder noch mehr sein. Obwohl es sich dann bei der Messung um einen Besucher handelt, wird er bei dem einen Tool als ein Besuch gewertet und beim anderen als 2 Besuche. Nehmen Sie Metriken nicht als gegeben und standardisiert hin. Seien Sie sich immer bewusst, was sie tatsächlich misst und aussagt.

9. Den Einsatz von Rich Media langfristig planen

Planen Sie den Release von einem HTML5-Video Player oder anderem Rich Media Content gewissenhaft. Um aussagekräftige Metriken über die performance und Relevanz der einzelnen Videos zu erhalten, müssen Sie zusätzlichen Code in Ihre Seiten integrieren. Implementieren Sie ein Content-Tracking und Sie erhalten ein gutes Bild über den Erfolg Ihres Video-Contents.

10. Nutzen Sie Visit-Metriken eher als eindeutige Besucher

Verlassen Sie sich stärker auf die Visit-Metriken. Die Metrik des eindeutigen Besuchers ist heutzutage aufgrund der Nutzung vieler Devices ungenau und nicht eindeutig. Ein Besucher surft erst an seinem Desktop auf Ihrer Seite und greift von unterwegs mit seinem Smartphone auf die Seite zu. Es werden somit 2 eindeutige Besucher identifiziert, obwohl es ein und derselbe ist. Solang Sie auf Ihrer Website keine Login-Möglichkeit nutzen, um den Nutzer exakt zu identifizieren, sollten Sie diese Kennzahl vorsichtig behandeln.

Mit dieser 10 Punkte Checklise generieren Sie zukünftig aussagekräftige Analytics-Reports und haben ein zuverlässiges Analyse-System im Einsatz.

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Autor:

Britta Behrens, Marketing Manager DACH

Sie liebt und lebt digitales Marketing. Tagtäglich beschäftigt sie sich mit Web Analytics, SEO, SEA, Social Media und Content-Marketing.

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