SEO-DAY Recap 2018 – 10 Insights für mehr SEO-Power!

Published: November 15, 2018 Updated: November 21, 2018 Autor , Kategorie News, Events und Pressemitteilungen

Der SEO-DAY ist seit Jahren DIE Konferenz für Suchmaschinenoptimierung. Am 08.11.2018 war es wieder soweit – umrankt vom tollen Ambiente des RheinEnergieStadions haben SEO-Experten ihr Wissen vermittelt und auf die aktuellen Hürden und Trends hingewiesen.

Für die stark technisch versierten gab es den SEO Coder Bereich, alle anderen haben sich im Bereich Onsite/Offsite und E-Commerce SEO eingefunden. Auch wir haben uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und an dem Tag bei 10 Vorträgen intensiv gelauscht.

OnPage SEO Audit – Was sollte, wann betrachtet werden

Speaker: Jens Fauldrath, get:traction GmbH

Jens Fauldrath ist Gründer und Geschäftsführer der get:traction GmbH. In dieser Funktion unterstützt er seine Kunden bei der Entwicklung, Implementierung und Umsetzung ihrer SEO-Strategie.

In seinem Vortrag hat er am Beispiel des Online-Shops barf-alarm.de von Fabian Rossbacher ein Audit vorgestellt und die Ergebnisse gewichtet. Daraus entstanden die sechs wichtigsten Fakten über SEO Audits:

1. Ein SEO-Audit besteht aus drei Säulen:

  • Leistungsdaten
  • Informationsarchitektur
  • IT-SEO

2. Ein gutes Audit führt – unter Berücksichtigung von Website-/ Unternehmenszielen und Ressourcen – Fehler auf Ursachen zurück. Die Behebung dieser Ursachen bringt Sie SEO-technisch einen Sprung nach vorne.

3. Eigen- vs. Fremdwahrnehmung: Man sollte sich immer fragen, ob die Seiten, die für einen selbst am wichtigsten sind auch die wichtigsten Seiten der Besucher darstellen.

4. Task- Maßnahmenliste: Eine solche Liste sollte abgelegt werden, da sie die anstehenden To-Dos für ein effektiveres SEO ergänzt und beschreibt.

5. Gewichtung für Website-Effekte: Manche Maßnahmen sind für ein gutes SEO unumgänglich, andere sind ein “nice to have”. Die Priorisierung ist daher insbesondere bei einer großen Maßnahmenliste das A und O.

6. SEO Titel + Description richtig definieren: Der Titel und die Description entscheiden darüber, ob Sie bei Google gefunden werden und wie viele Nutzer auf Ihren Link klicken. Wichtig ist ein kurzer aber prägnanter Text, der das Interesse der User weckt.

8 neue Denkansätze für erfolgreiches SEO

Speaker: Marco Janck, Sumago

Marco Janck ist SEO der ersten Stunde und seit 2004 Kopf der SEO & Content Marketing Agentur SUMAGO mit Sitz in Berlin.

Mit seinen Ansätzen für ein erfolgreiches SEO, konnte Marco Janck in seinem Vortrag durchaus hilfreiche Tipps liefern und den Fokus auch auf Bereiche lenken, die oftmals etwas vernachlässigt werden.

#1 Holistische Landingpages
Mit holistischen Landingpages lässt sich viel Resonanz erzeugen, hier sollte man sich an ca. 5000 Wörtern orientieren oder 500 Wörter mehr schreiben als die Seiten, die in den Top 10 vertreten sind. Zudem sollte man verschiedene Eben, Zielgruppen, Emotionen und Formate einbeziehen.

#2 Pillar Pages & Content Hub
Mit Pillar Pages lassen sich Themen nicht nur sinnvoll aufbereiten, sondern auch neue Themen besetzen und somit gute Eckpfeiler einer Website bilden. Weiterführende Inhalte, sogenannte Content-Cluster können in Form von Blogbeiträgen bereitgestellt werden und mit der Pillar Page verknüpft werden. Dadurch lässt sich der Traffic steigern und die verschiedenen Bereiche können so besser performen.

#3 High Performance Content-Format
Diese Art von Content-Formaten sprengt die vorhandenen Grenzen von technischem SEO und ermöglicht ein außergewöhnliches SEO-Wachstum. Dadurch lässt sich der Quality-Score der Website enorm steigern.

#4 Neues Bilder-SEO
Hier lässt sich direkt auf die organische Suche einzahlen und das Hauptranking gezielt unterstützen. Hilfreich ist es darauf zu achten, dass die Bilder im Format 16:9 genutzt werden, eine 2000er Breite und 0% JPEG aufweisen. Ein weiterer guter Tipp ist es auch mal eine “Störer-Taktik” zu fahren und zu diversen Keywords mit auffälligen oder untypischen Bildern zu ranken.

#5 Youtube-SEO
Hier ist es sinnvoll Youtube-Videos in den Seiten-Content einzubinden und somit auf Youtube zu verweisen. Im Umkehrschluss sollte dann bei Youtube auch auf die Seite verwiesen werden. Dadurch lassen sich die Youtube-Analytics-Daten sinnvoll nutzen und untermauern die eigene Webanalyse. Konkret kann man also Youtube als einen Testballon nutzen und schauen, wie die erstellten Videos bei Youtube performen. Anschließend lässt sich erkennen, welche Videos auch für die eigene Seite geeignet sind.

#6 Podcasts & Blogcasts
Blog- und Podcasts sind gute Formate, um die Userbindung auszubauen. Es ist außerdem ein nützliches Medium, um das User-Verhalten zu analysieren und zu erkennen, wie lange jemand zuhört und wann er aussteigt. Hier lassen sich die User-Perspektiven sinnvoll miteinander vereinen, denn jeder User bevorzugt andere Formate, um relevanten Content zu konsumieren. Durch die Vielfältigkeit an Formaten, kann man für jeden User das passende Format anbieten. Es ist daher sinnvoll, mehrere Ebenen und Formate einzubauen. So kann beispielsweise ein veröffentlichter Blogbeitrag noch einmal vorgelesen werden.

#7 Inszenierung von langen Inhalten
Hier ist das Stichwort ganz klar Storytelling. Durch die Inszenierung bestimmter Inhalte und die passende Aufbereitung für verschiedene Formate, erhält der User einen sinnvollen Mehrwert. Lange Inhalte können so aufgebrochen werden und in kleineren “Happen” veröffentlicht werden. Hier kann z. B. der Text auf eine offenen Frage in einem Video verweisen. Die Formate können nicht nur miteinander verbunden, sondern auch untereinander eingebunden werden. Dadurch kann man sich stärker für bestimmte Keywords positionieren.

#8 Influencer Marketing
Dieser Bereich ist sehr breitgefächert. Neben dem klassischen Influencer Marketing in Form von Produkt- und Marken-Erwähnungen, kann man es auch vielschichtiger nutzen. So kann man durch die Erwähnung der richtigen Keywords bestimmte Suchanfragen penetrieren und hier mit seiner Marke/seinem Produkt präsent sein. Der Influencer kann beispielsweise in seinem Video darauf hinweisen bei Google nach einem bestimmten Stichwort zu suchen.

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SEO mit kostenlosen Tools: Ein Überblick über 0€ Tools

Speaker: Stephan Czysch, Trust Agents

Stephan Czysch berät in seiner Position als Gründer und Geschäftsführer der Berliner Online Marketing Agentur Trust Agents Unternehmen bei Online-Marketing-Strategien mit dem Schwerpunkt “Search“.

In seinem Vortrag lieferte er allen SEO-Verantwortlichen mit einem kleinen Tool-Budget DEN umfassenden Überblick über die 0€ Tool-Welt. Hier ist die Liste mit allen kostenlosen Tools, die sich in der Vergangenheit für SEO-Fragen bewährt haben:

  • Generell nicht zu unterschätzen ist der Browser. Er liefert einem die Fragestellungen und Keywords, die das Netz bewegt. Auch nicht zu unterschätzen ist Google My Business – Pimpen Sie Ihr Unternehmensprofil mit aktuellen Informationen, Blogeinträgen und Fotos, die das Interesse wecken und Vertrauen vermitteln.
  • Die Keyword-Suche für das Content Marketing ist vor allem mit Ubersuggest, Answer the Public und Keywords Everywhere besonders einfach.
  • Wie Ihre Inhalte bei Google angezeigt werden und ob Titel und Text optimiert werden sollten, wird Ihnen beim Sistrix SERP Snippet Generator angezeigt.
  • BeamUsUp crawlt Ihre Website, um die häufigsten SEO-Fehler aufzudecken.
  • Trotz der nicht benutzerfreundlichsten Oberfläche, ist Xenu ein tolles Tool, um fehlerhafte Links auf der Website zu entdecken.
  • Ein SEO-Audit inkl. Analysen zu fehlerhaften Links sowie Seitentitel und Metadaten gibt es bei Screaming Frog.
  • Eine Reihe nützlicher Google-Tools sind Google Markup Helper, Google Structured Data Testing Tool und der Mobile-Friendly-Test.
  • Ein schnelles Website-Audit über Traffic-Ranking, Search Terms etc. bietet SimilarWeb.
  • Semrush Sensor ist ein Tracking-Tool für Google Ranking und Alogorithmen.
  • RankTank zeigt an, wie eine Website zu bestimmten Keywords bei Google rankt.
  • Den Google-Such-Traffic Ihrer Website misst die Google Search Console für Sie.
  • Entsprechen Sie mit Ihrer Website den SEO Best Practices? Mit dem Bing SEO-Analysator finden Sie es heraus.
  • Die Website-Links checken Sie ganz einfach mit OpenLinkProfiler.
  • Mit Google Alerts monitoren Sie das Web für Content, der Sie bzw. Ihr Unternehmen betrifft.

Und wem das noch nicht genug Input war, auf der Website von Trust Agents gibt es noch eine erweiterte Übersichtsliste.

100 Tage DSGVO: Was uns das neue Datenschutzrecht (außer Abmahnungen) gebracht hat und was Webseitenbetreiber jetzt beachten müssen!

Speaker: Christian Solmecke, Wilde Beuger Solmecke Rechtsanwälte

Die Kölner Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE hat sich auf die Beratung der Online-Branche spezialisiert. Rechtsanwalt Christian Solmecke hat dort in den vergangenen Jahren den Bereich Internetrecht/E-Commerce stetig ausgebaut. So betreut er zahlreiche Online-Händler, Medienschaffende und Web-2.0-Plattformen.

In seinem Vortrag gab Solmecke gewohnt unterhaltsam einen kleinen Einblick in die Abmahnungen, die der DSGVO geschuldet waren und von seiner Kanzlei bearbeitet wurden. Die Abmahnungen wegen DSGVO-Verstößen gegen Websitebetreiber zeichneten sich häufig durch enorme Kuriositäten aus.

Anhand einiger Beispiele konnte er verdeutlichen, was nach 100 Tagen DSGVO auf jeden Fall in den Fokus gerückt ist und was Websitebetreiber beachten müssen, um DSGVO-konform zu agieren.

Grundsätzlich gilt, dass man nur direkte Wettbewerber für Verstöße abmahnen kann. Zudem müssen Abmahnungen konkret formuliert sein und auf den Sachverhalt des Verstoßes Bezug nehmen. Allgemein gehaltenen Abmahnungen à la “es gibt einen Datenschutzverstoß” sind nicht zulässig. Der Verstoß muss explizit genannt werden.

Datenschutzverstöße können sich an vielen Ecken und Enden verstecken und durchaus Abmahnungen begründen. Hierunter fallen unter anderem :

  • Das komplette Fehlen einer Datenschutzerklärung.
  • Das Nutzen von diversen Google Fonts, ohne den Verweis in der Datenschutzerklärung. Die Google-Schriftarten werden auf Servern in den USA bereitgestellt und darüber muss der User aufgeklärt werden.
  • Das Fehlen einer https-Verschlüsselung und das Fehlen von SSL-Verschlüsselungen bei beispielsweise Formularen.

Weitere Risiken können Facebook-Fanpages und das Setzen von Facebook-Pixeln hinsichtlich der DSGVO birgen.
Bei Facebook-Fanpages kann der Ersteller einer solchen Seite die Verantwortung nicht komplett “abschieben”. Facebook fungiert hier als Techpartner des Erstellers, somit sind beide Partner für die Daten der Follower verantwortlich und beide haften auch bei Datenschutzverstößen.

“Facebook-Pixel ist illegal!” so der aktuelle Aufschrei der Datenschutzbehörden. Sie fordern die konkrete Aufklärung der User über das Setzen von Facebook-Pixeln und das Einholen der Einwilligung. Allerdings gibt es dazu weder konkrete Aussagen in der Gesetzgebung noch ein Gerichtsurteil, das hier zum Handeln zwingt.

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Wirkungsvolle Funnels für die Akquisition von B2B/B2E Kunden

Speaker: Nedim Sabic

Nedim Sabic ist seit 16 Jahren im Online Marketing mit dem Fokus auf SEO unterwegs. Er hat viele kreative Online-Marketing-Strategien und Funnels für Konzerne und Großunternehmen entwickelt, insbesondere für umfangreiche Websites.

In seinem Vortrag hat er gezeigt, wie es möglich ist die Aufmerksamkeit eines CEOs oder CFOs zu bekommen. Dabei erklärte er, welcher Funnel am besten genutzt werden kann, um die Chance auf eine Antwort zu erhöhen. Das sind die wichtigsten Insights:

  • Die größte Herausforderung ist es Vertrauen aufzubauen
  • Die Realität im digitalen Zeitalter lautet JEDER ist erreichbar

So gehen Sie bei der Kontaktaufnahme am besten vor:

  • Sie sollten wissen, was die Entscheider suchen bzw. was sie lesen (wo sind sie zu erreichen?)
  • Es muss die erste Gelegenheit genutzt werden, um Neugier zu wecken
  • Schaffe Vertrauen durch Kompetenz
  • Informationen und Mehrwert unterstreichen die Kompetenz
  • Beim Erstkontakt keine Preise angeben (alles wird individualisiert)

Der Lead- Funnel sollte nicht dem “traditionellen Standard” entsprechen, sondern weiter ausgebaut werden. Hierbei sollte vom Unternehmen eine Insider-Frage der Zielgruppe beantwortet werden und durch echten Mehrwert das Produkt-Interesse geweckt werden.

1. Üblicher Funnel:

Werbung → Website → Angebot

Dieser Funnel funktioniert nur bedingt. Es wird davon ausgegangen, dass schon eine echte Kaufabsicht besteht, die nur noch getriggert werden muss.

2. Wiki Funnel:

Insider-Frage → hochwertiger Inhalt → Website → Angebot

Bei diesem Funnel wird die Werbung durch die Beantwortung einer Insider-Frage mit Hilfe von hochwertigem Content ersetzt. Dabei werden die Probleme der Entscheidungsträger angesprochen und es bietet einem die Chance, direkt durch Inhalte überzeugen zu können.

3. Striptease Funnel:

Insider-Frage → hochwertiger Inhalt → Website → Produkt Landingpage

Statt mit einem Angebot endet dieser Funnel mit einer Landingpage. Es soll Interesse geweckt werden und nicht direkt mit der Tür ins Haus gefallen werden. Der Giveaway stellt einen echten Mehrwert dar.

Hierbei sind folgende Informationen wichtig, um bei Entscheidern als vertrauenswürdig eingestuft zu werden:

  • Kredibilität durch Pressemitteilungen und Medienpräsenzen
  • Vertrauen durch Siegel / Namen
  • Klare kurze Auflistung der Produkt-/ Dienstleistungs-Vorteile
  • Kundennamen und Umsatzzahlen

4. Präzise / penetrante Funnel:

Dieser Funnel beschreibt die Kaltakquise und damit den direkten Kontakt zu Entscheidern.

Erlaubte Kaltakquise: E-Mail-Marketing-Kampagnen mit Kontakten, Xing

→ Targeting: Personen nach Jobtiteln filtern (z.B. bei LinkedIn und Facebook)
→ Retargeting: erneute Kontaktaufnahmen zur Stärkung von Branding und Conversions
→ Personalisiertes Ego-Marketing: Personen direkt ansprechen und ein individuelles Schreiben konzipieren, das genau auf die Person und das Unternehmen passt

WICHTIG: Bei jeder Art der Kaltakquise gilt es eine schnelle Reaktion auf Anrufe und E-Mails einzuhalten.

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Erfolgsfaktor User-Psychologie: 10 konkrete Tipps für eine optimierte User Experience

Speaker: Fionn Kientzler, Suxeedo

Fionn Kientzler ist Managing Partner bei der auf Seeding und Content-Entwicklung spezialisierten Content-Marketing-Agentur Suxeedo. Zudem ist er Dozent für Content Marketing an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die User Experience positiv ausrichten und so den eigenen Website-Erfolg steigern: Diese Vorgehensweise verdeutlichte Fionn Kientzler mit knackigen Einblicken in die User-Psychologie.

Rund 80 % der User suchen im Netz nach Informationen. Diese informationale Phase steht grundsätzlich vor jedem Kauf oder der Inanspruchnahme eines Services. Das heißt für eine Website oder Marke Awareness schaffen. Durch die Sichtbarkeit wird man auch vom User in dieser Phase wahrgenommen.

Durch guten und vor allem relevanten Content muss man die Informationssuche der User begleiten und dadurch bessere Rankings erzielen als beispielsweise über Preise. Man muss sich über den Mehrwert definieren, den man in Form von verschiedenen Content-Formaten bietet. Zudem ist es wichtig, dem User auch eine klare Struktur der gewünschten Informationen an die Hand zugeben. Konkret könnte das in einem Blogartikel das Verwenden von passenden Zwischenüberschriften und das Nutzen von Whitespace sein, um Textwüsten zu vermeiden und den Fokus auf das eigentliche Produkt zu rücken.

Dadurch gelangt der User schneller an die gesuchte Information und bleibt mit einem positiven Gefühl zurück. Man darf nicht außer Acht lassen, dass UX auch immer gleichbedeutend mit Emotion ist. Je positiver das Gefühl des Users bei der Nutzung, desto besser die User Experience und umso zufriedener der User.

Also ist es grundsätzlich wichtig positive Feelings auszulösen. Dies lässt sich schon mit Kleinigkeiten umsetzen und führt zu überzeugenden Ergebnissen. Basierend auf dem sogenannten Barnum-Effekt verbessert z. B. eine personalisierte Ansprache die UX um ein Vielfaches. Allgemeingültige Aussagen, die der User konkret auf sein akutes Problem beziehen kann sorgen für Vertrauen beim User, er fühlt sich abgeholt.

Doping für die Keywordrecherche

Speaker: Juliana Schmidt und Uwe Roll, Trust Agents

Juliana Schmidt und Uwe Roll arbeiten als SEO Consultants bei Trust Agents. In ihrem Vortrag haben sie uns die neuesten Keyword-Methoden näher gebracht und gezeigt, welche fünf Maßnahmen konkret bei der Optimierung von Landingpages helfen.

Produkt-Tags

1. Produkt-Tags, Shopping Feed oder Produktnamen identifizieren
2. Eigene Kategorien & Keywords erfassen
3. Suchvolumen für Produkt-Tags abfragen
4. Daten in einem Excel-Tabellenblatt aggregieren
5. Abgleich, ob Kategorien vorhanden sind / welche URL rankt (GSC-Daten)
6. Kategorie definieren, wenn mehrere Produkte dieselben Tags aufweisen

Interne Suche

1. Interne Suche & Tracking ermöglichen
2. Daten aus dem Analyse-Tool extrahieren
3. Inventarisierung bereits verwendeter Keywords
4. Daten zusammenfassen & abgleichen: Welche Keywords sind schon in Verwendung?
5. Suchvolumen für interne Suchanfragen ermitteln
6. Potenziale erschließen – Inhalte kreieren

Keywords vom Wettbewerber

1. Kategorien von Wettbewerbern identifizieren
2. Keywords der Kategorien extrahieren & Crawl starten
3. Eigene Kategorien & Keywords erfassen
4. Suchvolumen für Keywords abfragen
5. Keywords in interner Suche abfragen
6. Daten aggregieren & neue Keyword-Potenziale finden

Google Search Console (GSC) Queries

1. Auswahl an zu optimierenden URLs treffen – Zieldefinition
2. Crawl der URLs, um HTML-Title, Meta-Description, Headlines zu erfassen
3. Datenaggregation durch die GSC: Pro URL die Suchanfragen mit den meisten Klicks und Impressionen extrahieren
4. Suchvolumen für die Top-Suchanfragen (Keywords) abfragen
5. Abgleich – Welche Suchanfragen (Keywords) sind relevant und noch nicht in Verwendung?
6. Neue Keyword-Potenziale identifizieren

Search Intent Scarper

1. Keywordset definieren
2. Google Search Query erstellen
3. Screaming Frog konfigurieren (Js Crawl, Speed limit)
4. Custom Extraction einrichten & Crawl starten
5. Custom Extraction exportieren
6. Per Excel Search Intent oder weitere Keywords identifizieren

Automatisierung von Analysen für DUMMIES

Speaker: Jens Altmann, PIO Security GmbH

Seit über 15 Jahren unterstützt Jens Altmann Unternehmen bei der Entwicklung und Konzeption von Softwareprojekten und steht ihnen als Berater zur Verfügung.

Leider konnte Jens Altmann für seinen Vortrag nicht persönlich vor Ort sein, doch der Softwarearchitekt wurde via Skype zugeschaltet. Zwar gab es hier und da einige Verbindungsausfälle, doch es konnte gut verdeutlicht werden, dass durch Automatisierungen viele Prozesse erleichtert werden können.

Gerade im Bereich der Datenanalyse gibt es immer wieder alltägliche Aufgaben und konkret vorgegebene Prozesse, die einen identischen Ablauf haben. Hier lohnt es siche die Prozesse zu automatisieren.

Also sind gerade aus Entwickler-Sicht kreative Lösungen gefragt, um schnell und effizient zu arbeiten. Auch wenn der Weg hin zur Automatisierung zeitintensiv sein kann, so erleichtert sie langfristig viele Prozesse.

Ein wichtiger Hinweis Altmanns ist den Kompetenz-Fokus nicht aus den Augen zu verlieren! Hier bringt er das EVA-Prinzip (Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe) ins Spiel. Dieses beschreibt die Reihenfolge in der Daten verarbeitet werden. Diese Bereiche müssen klar definiert sein und sich voneinander abheben. Daraus ergibt sich, dass Kompetenzen nicht vermischt, sondern die Prozesse für sich gesondert automatisiert werden sollten.

Mehr Power durch Datenanalysen

Speaker: Prof. Dr. Mario Fischer, Website Boosting

Mario Fischer lehrt E-Commerce an der Fachhochschule in Würzburg und leitet den gleichnamigen Studiengang. Seit 2010 ist er Herausgeber und Chefredakteur der Fachzeitschrift „Website Boosting“.

In seinem Vortrag erklärte Mario Fischer, welche Analysen ein Unternehmen fahren muss, um mit den gesammelten Daten einen echten Mehrwert zu generieren. Auf die folgenden drei Vorgehensweisen sollte dabei der Fokus gelegt werden:

1. Content-Audit

  • Warum: Stärken und Schwächen transparent machen
  • Data/Tools: Trackingdaten (GA); Crawler (z. B. Frog/SEOfürExcel); Tabellenkalkulation (z. B. Excel)
  • Ergebnis: Liste mit Tops (Learnings) und Flops (da mal “feucht durchwischen”)
  • Anspruchsniveau: Kannst Du

2. Interne Ankertextanalyse

  • Warum: Interne Ankertexte sollten Zielseiten”unique” sein
  • Tools: Crawler (z. B. Frog / SEOfürExcel); Tabellenkalkulation (z. B. Excel)
  • Ergebnis: Liste mit Ankertexten, die auf verschiedene URLs zeigen
  • Anspruchsniveau: Kannst Du auch

3. Mitbewerber-Vergleich

  • Warum: Bessere Einschätzung für eigenes Standing & Watch
  • Tools: Crawler (z. B. Frog / SEOfürExcel); Tabellenkalkulation (z. B. Excel)
  • Ergebnis: Wie viel Traffic hab ich aus welchen Kanälen im Vergleich zu Mitbewerbern?
  • Anspruchsniveau: Schaffst Du

Das Fazit? Entscheidungen sollten immer datenorientiert und nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden. Wichtig ist die Tools zu beherrschen und etwas Kreativität an den Tag zu legen.

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“Glücklich werden” durch Rückenschmerzen & Arthrose – unsere schmerzfreie SEO-Strategie

Speaker: Jan Brakebusch, Liebscher & Bracht

Quelle: Matthias Haltenhof Online-Marketing

Jan Brakebusch, Head of Marketing bei Liebscher & Bracht, konnte anhand der eigenen SEO-Maßnahmen im Unternehmen verdeutlichen, wie sie langfristig trotz Höhen und Tiefen eine erfolgreiche SEO-Strategie entwickeln konnten.

Als wichtigster Faktor bei der Entwicklung der eigenen Strategie führte Brakebusch “Testen, Testen, Testen!” an. Ohne das austesten verschiedener Maßnahmen, könne man nicht verstehen, warum eine Maßnahme von Erfolg gekrönt ist und eine andere nicht. Man dürfe sich auch nicht davon abschrecken lassen im Zweifel alles noch einmal über den Haufen zu werfen und von vorne anzufangen.

Für ihn war klar, dass sich Traffic nur mit entsprechendem Content steigern lasse. Hier muss man darauf achten, dass relevanter Content zur Verfügung gestellt wird. Es ist wichtig, dass dieser auch entsprechend der Kompetenzen des Teams angefertigt wird. Das bedeutete für die Entwicklung seiner Strategie, den Content-Bereich um Texter und Redakteure zu erweitern.

Nach der Umsetzung der ersten SEO-Maßnahmen schaffte es das Team mit holistischen Landingpages, gegliedert nach entsprechenden Suchintentionen deutlich mehr Traffic und bessere Rankings zu generieren. Doch diese Entwicklung hielt nicht lange an und kam relativ schnell ins Stocken und stagnierte.

Da sie sich nicht nur über textliche Content-Formate definieren, sondern auch Video-Content einen großen Teil ausmacht, mussten auch hier Optimierungen vorgenommen werden. So wurde im zweiten Schritt rigoros aussortiert. Schlechte Videos wurden komplett gelöscht und der Content wurde gesplittet, so dass eine bessere Übersichtlichkeit entstand. Der Video-Content konnte sinnvoll eingebunden werden, zudem wurden Verteilerseiten und Content-Cluster erstellt. Dadurch konnten die Inhalte für die User “Mundgerecht” aufbereitet werden.

Wieder verbesserten sich die Rankings und der Traffic stieg wieder. Also war schnell klar, dass die Strategie komplett neu aufgesetzt werden musste, weg von den holistischen Landingpages. Doch diese Seiten wurden nicht gelöscht, sondern das Team ließ sie mit den Content-Clustern kannibalisieren.

Zusätzlich wurden neue Themen besetzt und ausgearbeitet, um das Spektrum zu erweitern.

In manchen Fällen rankten die holistischen Pages besser, aber in den meisten Fällen erzielten die Cluster und Verteilerseiten deutlich bessere Performances.

Im allgemeinen konnte durch den Strategiewechsel eine bessere Sichtbarkeit und Wahrnehmung bei den Usern erzeugt werden.

Weitere spannende Insights der Analytics-Experten vom SEO-DAY zur Frage “Welche Website-Daten aus Tracking-Tools sind für SEO wichtig und sollten unbedingt beobachtet werden?” konnten wir bereits im Vorfeld einholen. Die Antworten gibt es in unserem Blogartikel “Piwik PRO fragt, SEO-DAY-Speaker antworten: Analytics & SEO – Das Erfolgsrezept“!

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Fazit

Auch in diesem Jahr konnte der SEO-DAY wieder mit einem spannenden Programm und Top-Speakern überzeugen. Bekannte Themen wurden neu beleuchtet und konnten so interessante Ansätze liefern. Anhand von vielen praxisnahen Beispielen wurde eine Menge neuer Input geliefert und entsprechende Tipps konnten dem Publikum nähergebracht werden. Auch wenn ein großer Fokus auf dem E-Commerce-Bereich lag, wurden Themen wie technisches SEO, Datenanalyse, B2B, DSGVO und die Optimierung der User Experience nicht außen vor gelassen. Insgesamt überzeugte die Konferenz mit einem gut gemischten Programm und einer gelungenen Organisation. Unser Team konnte viele neue Ideen und hilfreichen Input mitnehmen.

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Tags für diesen Artikel

Autor:

Veronika Fachinger, Content Marketing Manager DACH

Sie hat immer ein Auge auf aktuelle Trends und Entwicklungen im Online Marketing und kreiert täglich wertvollen Content für Piwik PRO in Deutschland.

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Autor:

Tatjana Hein, Content & PR Manager DACH

Tatjana ist sowohl im Content-Marketing, als auch in der Public Relations zu Hause. Sie hat in beiden Welten immer die neuesten Trends und Entwicklungen im Blick und schafft für Piwik PRO den Spagat zwischen beiden Bereichen.

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