Die genaue Verweildauer eines Users tracken – Implementierung mit dem Piwik PRO Tag Manager

Veröffentlicht: September 29, 2016 Update: August 24, 2018 Autor , Kategorie Best Practices, How Tos & Use Cases, Customer Journey, Tag Manager

Standardmäßig weist Piwik (und auch Google Analytics) die Session eines Besuchers mit nur einem Seitenaufruf mit einer Verweildauer von 0 Sekunden aus. Das liegt an der Art und Weise, wie Piwik die Verweildauer auf der Website kalkuliert. Es wird immer die verbrachten Zeit der ersten Seitenansicht mit der, der nächsten verglichen. Da es hier keine Vergleichsmöglichkeit gibt, wird der Wert 0 Sekunden ausgegeben.

Es ist aber möglich, Piwik so zu modifizieren, dass die Verweildauer auf der ersten Seite genauer berechnet werden kann. Hierfür fügen Sie nur eine zusätzliche Zeile in Ihren Piwik-Code ein. Für solche kleinen Codeänderungen eignet sich der Piwik PRO Tag Manager ideal.

Implementierung mit dem Piwik PRO Tag Manager

Klicken Sie zunächst auf +Add a tag:

Piwik Tags
Piwik Tags

Überlegen Sie sich als nächstes einen passenden Tag-Namen (2) und wählen Sie Asynchronous custom HTML tag (2) im Templates-Bereich

Piwik Tag-Konfiguration
Piwik Tag-Konfiguration

Fügen Sie nun die zusätzliche Codezeile zum Messen der Verweildauer des einzelnen Page Views in den HTML-Editor des Tags hinzu. Damit sie richtig funktioniert, muss der Code in <script></script>-Tags stehen.

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Piwik HTML-Code
Piwik HTML-Code

Verwenden Sie folgenden Code:

<script>
_paq.push(['enableHeartBeatTimer']);
</script>

In dieser Standardform signalisiert der Code Piwik, dass die tatsächlich verbrachte Zeit auf der Seite des Besuchers gemessen wird – bei aktivem Tab. Dieser Heartbeat-Abruf trackt keine zusätzliche Aktionen oder Seitenansichten.

In den Grundeinstellungen misst Piwik alle 15 Sekunden eine Heartbeat-Abfrage. Sie können diesen Wert ändern. Wenn Sie z.B. möchten, dass eine solche Abfrage nur alle 30 Sekunden erfolgen soll, sieht der Code so aus:

<script>
_paq.push(['enableHeartBeatTimer', 30]);
</script>

Anschließend wird noch der Trigger des Tags konfiguriert. Die beste Option ist, diesen Tag über die gesamte Webseite hinweg abzufeuern, es sei denn, Sie haben einen guten Grund, ihn auf bestimmte URLs zu limitieren.

Hier eine kurze Anleitung, wie Sie den Tag auf der gesamten Webseite abfeuern:

  1. Überlegen Sie sich einen prägnanten Trigger-Namen– Sie können ihn später wieder verwenden. Hier verwenden wir All Pages.
  2. Wählen Sie als Tracking-Methode Page View aus.
  3. Bei den Bedingungen (Conditions ) müssen Sie nichts verändern.
    Fire tag on all pages ist bereits ausgewählt und die Standardfunktion.
  4. Bestätigen Sie durch einen Klick auf Hinzufügen die Einstellungen.
Piwik Trigger-Einstellungen
Piwik Trigger-Einstellungen

Speichern Sie die gesamte Konfiguration und veröffentlichen Sie Ihr Tag durch einen Klick auf Publish. Vorab haben Sie auch die Möglichkeit die Funktionalität des Tags im Test- und Debug-Modus zu testen. Auf diese Weise haben Sie auch für eine einzelne Seitenansicht die genaue Verweildauer des Besuchers.

Piwik publish-Button
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Autor:

Timo Mueller, Content Marketer

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Szymon Grzesiak, Marketing Tech Lead

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