5 überzeugende Argumente für self-hosted Web Analytics

Veröffentlicht: Januar 23, 2018 Update: August 2, 2018 Autor , Kategorie Analytics

Wenn Sie sich bisher noch keine Gedanken über self-hosted Web Analytics gemacht haben, dann wird es höchste Zeit – Denn Kontrolle und Sicherheit sind die Schlüsselbegriffe, die für den Einsatz einer On-Premises Analytics-Lösung sprechen. Beides Faktoren die zunehmend wichtiger werden.

Praktisch bedeutet eine On-Premise-Lösung für Sie: Die Daten lagern auf Ihren eigenen Servern und Sie wissen jederzeit, wo Ihre Daten gespeichert sind, wie sie verarbeitet werden und wer darauf Zugriff hat. Dadurch vermeiden Sie Risiken, die beim Teilen von Daten mit Drittparteien entstehen. Dank der On-Premises-Infrastruktur arbeiten Sie effizienter, erhalten eine bessere Skalierbarkeit und profitieren von hauseigenem Support.

Doch das ist nur der Anfang. In diesem Artikel werden wir ins Detail gehen, durch welche unschlagbaren Vorteile eine selbst-gehostete Analytics-Plattform noch überzeugen kann. Wir wissen, dass jedes Unternehmen seine ganz eigenen Bedürfnisse hat. Dennoch gehören einige Qualitätsmerkmale und Funktionalitäten dieser Art der Installation zu den Grundvoraussetzungen fast jedes Unternehmens.

1. Volle Datenkontrolle

Wir haben es bereits erwähnt, möchten aber noch einmal näher darauf eingehen, weil es so wichtig ist: Mit einer On-Premises-Lösung behalten Sie Ihre Daten immer im Blick. Denn all Ihre Daten werden auf Ihren eigenen, oder von Ihnen sorgfältig ausgewählten, Servern gespeichert und müssen Ihre Infrastruktur nicht verlassen. Für Unternehmen, die im Gesundheits-, Regierungs- oder Bankensektor operieren oder sensible Kundendaten verarbeiten, ist die Datensicherheit von allerhöchster Priorität.

Dies ist einer der häufigsten Beweggründe von multinationalen Unternehmen, self-hosted Web Analytics zu adaptieren. Dieses Modell ist für große Unternehmen auch daher besonders attraktiv, weil es dabei hilft, vollständig gesetzeskonform mit Datenschutzrichtlinien in aller Welt zu agieren. In Anbetracht der wachsenden Sorge um sichere Datenverarbeitung, die zu weitreichenden Veränderungen in internationalen Gesetzgebungen führt, ist dies von besonderer Bedeutung. Stichwort: DSGVO und ePrivacy. Ihr Unternehmen kann es sich nicht leisten, diese Regulierungen zu ignorieren.

Wenn Sie Daten von Bürgern europäischer Länder sammeln und verarbeiten, ist es wärmstens empfohlen, diese Daten auf Servern innerhalb der EU zu speichern. China und Russland gehen gar noch einen Schritt weiter und schreiben die Speicherung von Personally Identifiable Information (PII) ihrer Bürger auf Infrastrukturen innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen selbst vor.

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Um konform mit all den unterschiedlichen Gesetzgebungen zu operieren, sollten Sie sich selbst um Ihre Daten und deren Speicherung kümmern. Es gibt Analytics-Anbieter, die Ihnen die Möglichkeit dazu geben. 100%igen Datenbesitz und die volle Kontrolle über Ihre Daten – und somit das erforderliche Maß an Sicherheit – erhalten Sie z.B. mit dem Hosting von Piwik PRO.

Falls Sie eine Webseite mit hohem Traffic-Aufkommen managen, ist es unter Umständen notwendig, die On-Premises-Infrastruktur zu erweitern. Glücklicherweise können Sie in diesem Fall auf eine Cloud-Lösung ohne Risiko für Ihre Daten setzen, ermöglicht durch die Hybrid-Architektur der Amazon Web Services (AWS). Abhängig von Ihren technischen Voraussetzungen und Bedürfnissen, können Sie Ihr Analytics auf AWS hosten und dabei trotzdem jederzeit alleiniger besitzer Ihrer Daten bleiben.

Obwohl es sich bei der AWS-Infrastruktur um eine Cloud-Lösung handelt, wissen Sie immer, wo sich Ihre Daten befinden. AWS-Server befinden sich in Peking, Frankfurt und vielen anderen Städten rund um den Globus.

2. Der richtige Support

Die Entscheidung für die Installation einer self-hosted Web Analytics-Software birgt viele Herausforderungen in Bezug auf Implementierung, Setup und zukünftigen Upgrades.
Der Support, den Sie dabei erhalten, ist abhängig von Ihrem Analytics-Anbieter. Die Chancen, dass der richtige Provider sich um all Ihre Sorgen kümmern wird, stehen gut. Natürlich haben Sie hier (vom Budget abhängige) Alternativen: Sie können sich für Self-Support entscheiden und sich innerhalb Ihrer eigenen IT- Abteilung eigenständig um alles kümmern. Sie können aber auch eine vollständige Kooperation mit den Systemadministratoren Ihres Analytics-Anbieters wählen.

Unabhängig davon, ob Sie sich für Self-Hosting, Cloud oder eine Hybrid-Infrastruktur wie AWS entscheiden – Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Web Analytics-Provider Unterstützung anbieten kann, wenn es notwendig ist.

Besonders hilfreich ist die Zuordnung eines dedizierten Koordinators statt ständig wechselnden Ansprechpartnern. Dieser Koordinator hat Ihre Anforderungen und potentielle Probleme im Blick. Dieses Modell wird von einigen Anbietern (wie Piwik PRO) angeboten. Ein fester Ansprechpartner hilft Ihnen auch beim Onboarding-Prozess. Geben Sie alle notwendigen Details an, beispielsweise Traffic-Volumen und ob Sie Single- oder Multi-Server benötigen. Nach unserer Analyse erhalten Sie eine Liste mit Anforderungen, die Sie erfüllen müssen:

  • RAM
  • CPU-Kerne
  • Speicherplatz

Auf diese Weise ist Ihr Setup präzise auf Ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmt und es wird sichergestellt, dass die Software den erwarteten Traffic handhaben kann. Zusätzlich ist die Wartung unproblematisch, genauso wie die Lösungsfindung in kritischen Situationen.

Sobald Sie wissen, wie Sie die technischen Anforderungen erfüllen können, steht Ihnen unser professionelles Training zur Verfügung. Hier vermitteln wir Ihnen das Know-How für den Umgang mit der Software.

Wenn Sie auf eine Hybrid-Lösung mit AWS setzen, können Sie aus zwei Varianten wählen, über die Sie auf Ihre Server zugreifen können. Erstens: Statten Sie Ihren Analytics-Anbieter mit einem Zugang zu den Servern aus. Dies ermöglicht es dem Support-Team, sich einzuloggen, um die Software zu warten, Konfigurationen vorzunehmen und Hotfixes in der Code-Basis einzuspeisen.
Der zweite Weg sieht die Erstellung von speziellen Accounts auf der AWS-Plattform für den Support vor. Diese Lösung wird Ihnen definitiv einige Sorgen ersparen, da Sie sich nicht mehr um das Server-Management kümmern müssen. Der Support beinhaltet:

  • Reboots
  • Up- und Downscaling
  • Dynamische Ressourcenverteilung
  • Datenbank-Konfiguration

Um Backups brauchen Sie sich auch nicht zu kümmern, diese erfolgen im AWS standardmäßig und automatisch.

Natürlich können Sie sich auch auf Ihre eigene IT-Abteilung verlassen und die Self-Support-Option wählen. In der Praxis bedeutet das die eigenständige Einrichtung und Verwaltung Ihrer Infrastruktur, basierend auf einer Dokumentation, die Sie von Ihrem Anbieter erhalten.

Das Level und der Anwendungsbereich vom Support hängt stark von den SLAs ab, die Sie unterschreiben, aber es ist immer gut, seine verfügbaren Optionen zu kennen. Die vollständige Unterstützung erhalten Sie von einem dedizierten Koordinator, jemandem, der Ihr Unternehmen kennt und bei künftigen Entwicklungen und Schwierigkeiten am Ball bleibt. Diese Person ist Ihr erster Ansprechpartner für alle nötigen Informationen. Das fördert die Kommunikation und beschleunigt Problembeseitigungen.

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Darüber hinaus können Sie die Vorteile des Support-Portals nutzen. Wenn ein Problem auftaucht, können Sie dort direkt ein Ticket erstellen. Das Problem wird in Reporten dokumentiert, sodass Sie das Gesamtbild besser im Blick haben können.

Außerdem sind Monitoring-Services im Support mit enthalten, die die Kommunikation zwischen Ihren Servern und denen Ihres Anbieters erleichtern. Das Support-Team kann so sicherstellen, dass alles reibungslos funktioniert. Wenn etwas nicht nach Plan läuft, wird ein Alarm ausgelöst, zum Beispiel, wenn:

  • Der Traffic plötzlich einbricht
  • Tasks nicht ausgeführt wurden
  • Die Applikation für eine längere Zeit nicht reagiert

Im Falle des Traffic-Volumens können Arbeitsspeicher-Auslastung, verfügbarer Speicherplatz und die Rechenleistung nachvollzogen werden. Dieses Monitoring trägt insgesamt dazu bei den aktuellen Status im Blick zu haben, um bei Fehlern sofort reagieren zu können.

Ganz gleich, ob Sie sich für Self-Hosting oder ein anderes Modell der Bereitstellung entscheiden, die Unterstützung, die Sie erhalten, hilft Ihnen bei der Suche nach Ad-hoc-Lösungen für die gravierendsten Probleme, bietet nützliche Business Cases und professionelle Beratung.

3. Beste Voraussetzungen für Intranet-Tracking und SharePoint-Integration

Tracking ist nicht nur im Internet ein Thema. Ihr interner digitaler Arbeitsplatz kann genauso gut von sorgfältiger Analyse profitieren. Wenn Sie sich für eine selbst-gehostete Infrastruktur für Ihr Web Analytics entschieden haben, ist ein Intranet-Tracking-Setup um ein vielfaches einfacher.

Zuerst einmal ist es nicht erforderlich, einen Request zu irgendeinem externen Server zu schicken. Nichts geht durch die Firewall nach draußen, alles bleibt innerhalb eines geschlossenen Netzwerks. Die Funktionalitäten der verschiedenen Anbieter am Markt unterscheiden sich hier selbstverständlich. Entscheiden Sie sich für Piwik PRO als Hoster für Ihre Analytics-Software können Sie darüber hinaus auch SharePoint integrieren.

In bestimmten Szenarien können die Informationen über das Verhalten und die Aktivitäten Ihrer Angestellten nicht in der Cloud gespeichert werden. Dies kann an internen Regeln liegen oder eine Frage von Sicherheit und Privatsphäre sein. Für alle Skeptiker verschlüsselter Cloud-Infrastruktur sollte On-Premises-Hosting die perfekte Option sein.

Wenn Sie Ihre Software mit SharePoint integrieren, können Sie zudem ganz leicht Tracking-Codes auf jeder Seite Ihrer Wahl speichern. Das gibt Ihnen ein ordentliches Maß an Flexibilität und macht Ihr internes Web-Tracking effizienter.

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4. Bessere Skalierbarkeit

Die Kapazität einer jeden Infrastruktur ist selbstverständlich begrenzt. Das Deployment Ihrer Analytics-Software sollte präzise an Ihre technischen Anforderungen angepasst werden, aber auch an den Traffic, den Ihre Webseite generiert. Dies wiederum beeinflusst, wie schnell Sie Ihre Reports erhalten, um Ihre Daten in Handlungsschritte umsetzen zu können.
Egal, ob Ihr Business eine Hochleistungs-, eine Hochverfügbarkeitsumgebung oder beides erfordert, Ihre Web Analytics-Plattform wird auf mehreren Servern aufgesetzt werden müssen. Außerdem müssen Sie sicherstellen, über genügend CPU und RAM für die Datensammlung, -speicherung und -verarbeitung zu verfügen.

Deswegen ist es sinnvoll, einen Anbieter in Erwägung zu ziehen, der Ihnen einige Schwierigkeiten erspart, indem er eine On-Demand-Skalierung sicherstellt. Kunden von Piwik PRO beispielsweise können die Vorteile der hocheffizienten Skalierbarkeit des AWS nutzen, um leistungsstarke Webseiten zu unterstützen.

Mit dem AWS können Sie die Kapazitäten Ihrer Server mit wenigen Klicks skalieren, abhängig von der aktuellen Situation. Sogar bei extremen Schwankungen nach oben oder unten können die Kapazitäten angepasst werden, um die Performance oder Kosten anzugleichen.

5. Ungesampelte Daten

Damit Ihre Analyseberichte präzise und detailliert sind, benötigen Sie einen vollständigen Datensatz und nicht nur Stichproben. Mit selbst-gehostetem Analytics kann ein Benutzer Ihrer Webseite während seines gesamten Besuchs getrackt werden und Sie haben Zugriff auf sämtliche Rohdaten. Der Zugriff auf präzise und detaillierte Berichte hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und die richtige Strategie zu entwickeln.

Abschließende Gedanken

All diese Argumente zusammen, machen eine selbst-gehostete Analytics-Installierung zu einer Lösung mit vielen Vorteilen. Die wichtigsten davon haben wir hier diskutiert. Wir wissen nun, dass eine verantwortungsvolle Datenerfassung, sowohl im Inter- als auch im Intranet, flexible Skalierbarkeit und die vollständige Unterstützung durch qualifizierte Spezialisten das Gesamtpaket bilden sollten. Wenn Sie wissen möchten, was Sie noch beachten sollten, bevor Sie Ihre finale Entscheidung treffen, schauen Sie sich diesen ergänzenden Artikel zur selbst-gehosteten Web Analytics an.

Wir wissen, dass es sich um ein komplexes Thema handelt und dass Sie vielleicht weitere Details benötigen. Demnächst finden Sie weitere Artikel dazu in unserem Blog, in der Zwischenzeit können Sie sich gerne mit weiteren Fragen an uns wenden.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserem englischen Blog von Karolina Matuszewska.

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Autor:

Saskia Wollenberg, Content Marketing Manager DACH

Sie jongliert tagtäglich mit Texten, Bildern und anderen Medienformaten. Sie ist verantwortlich für das gesamte Content-Management von Piwik PRO in Deutschland.

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Autor:

Karolina Matuszewska, Content Marketer

Karolina ist Content Marketer bei Piwik PRO. Sie hat sich auf On-site und Off-site Personalisierung spezialisiert. Sie beherrscht die Kunst technische Zusammenhänge einfach zu erklären und den Leser unterhaltsam zu informieren. Digital Marketer und Web Analysten sind hier genau richtig.

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