Dankeseiten nicht ungenutzt lassen – 9 Tipps, um das volle Potenzial auszuschöpfen

Veröffentlicht: Mai 16, 2019 Update: Mai 23, 2019 Autor Kategorie Best Practices, How Tos & Use Cases, Content Personalisierung, Customer Journey

Gerade im Content Marketing sollten Sie keine Chance ungenutzt lassen Ihren Usern einen Mehrwert zu bieten und sie mit weiteren attraktiven Angeboten zu überraschen. Oftmals werden die Dankeseiten, die auf eine Bestellung, einen Download oder eine Buchung folgen, dabei völlig außer Acht gelassen. Doch genau hier bieten sich viele Möglichkeiten Ihren Usern zusätzliche Anreize zu schaffen, egal ob beispielsweise in Form eines Content-Angebots, eines Rabatts oder einer Promotion für Ihren Newsletter.

Es ist sinnvoll den eigentlichen Wert dieser Seiten noch einmal neu zu bewerten, denn im Endeffekt bieten sie einen weiteren Kanal, um mit Ihren Usern zu kommunizieren. Dieses Potenzial wird von vielen Website-Betreibern schlichtweg unterschätzt. Diesen Fehler sollten Sie keinesfalls auch begehen und Dankeseiten aktiv bespielen. Machen Sie sich also das positive Empfinden nach dem erfolgreichen Abschluss einer Aktion, wie einem Kaufabschluss oder einem Download zunutze und sprechen Sie Ihre User erneut an.

Warum überhaupt eine Dankeseite?

Generell liefert eine Dankeseite Ihren Usern ein gewisses Maß an Sicherheit und Gewissheit, dass ihre Daten zum Ausführen einer bestimmten Aktion  versendet und korrekt übermittelt wurden. Da ein User die richtige Durchführung überprüft haben möchte bzw. die Bestätigung seiner Handlung durch Feedback erwartet, genießen Dankeseiten große Aufmerksamkeit. Diese Erwartungshaltung und das gesteigerte Interesse Ihrer User sollten Sie einsetzen, um die Kundenbindung zu intensivieren, das User-Engagement zu steigern und die Chance auf Wiederverkaufe zu erhöhen.

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Verschwenden Sie das Potenzial der Dankeseite nicht mit nur einem Satz wie “Vielen Dank für Ihren Einkauf”. Ohne eine weitere Handlungsaufforderung verlässt der User Ihre Seite und das zu einem Zeitpunkt wo durch eine durchgeführte Handlung die Zustimmung und das Vertrauen Ihnen gegenüber mit am höchsten ist.  

Dabei bietet eine Dankeseite so viel mehr Möglichkeiten. Sie kann  durch verschiedene Elemente und Angebote, wie Bilder, Smileys, Gifs, Videos und entsprechende CTAs ergänzt werden und so eine ganz persönliche Note erhalten.

Laut einer Studie von Studie von Comarch / Kantar TNS sind für 20 % der Konsumenten individuelle Promotions und Angebote ausschlaggebend dafür, ob sie einem Händler die Treue halten.

Genereller Aufbau einer Dankeseite

Neben dem positiven Feedback und somit der Sicherheit für Ihre User, dass ihre Handlung reibungslos durchgeführt wurde, gibt es ein paar Elemente, die auf einer Dankeseite nicht fehlen sollten. Ein wichtiger Bestandteil sollte eine Auflistung und Erklärung der nächsten Schritte sein. Denn nach dem Abschluss einer Aktion treten beim User mit Sicherheit Fragen auf, die Sie hier direkt beantworten können. Diese könnten beispielsweise wie folgt lauten:

  • Was passiert jetzt?
  • Muss ich noch eine weitere Handlung ausführen?
  • Muss ich etwas bestimmtes beachten?
  • Wie erhalte ich mein Produkt, meinen Download, meine Dienstleistung?
  • Gibt es beispielsweise eine Sendungsverfolgung?  
  • Muss ich noch etwas per E-Mail bestätigen?

Auf diese grundsätzlichen Fragen sollten Sie auf Ihrer Dankeseite die passenden Antworten bereitstellen. Dies können Sie mit einigen Sätzen, aber auch mit Links oder Icons umsetzen. Hierbeis ist es generell wichtig, dass die Dankeseite optisch zu Ihrer Marke bzw. zu Ihrem Unternehmen passt und im gleichen Design gestaltet ist – das zahlt positiv auf das Vertrauen Ihrer User in Ihr Unternehmen ein.

Potenzial nutzen

Um die bereits vorhandene Aufmerksamkeit Ihrer User noch weiter auszuschöpfen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten und Elemente an. So erhalten Sie eine weitere Chance mit Ihren Usern in einen neuen Dialog einzusteigen bzw. die bereits begonnene Kommunikation fortzuführen und so den User stärker an sich zu binden.

Newsletter-Promotion

An dieser Stelle der Customer Journey wäre es durchaus sinnvoll auf Ihren Newsletter zu verweisen. Zählen Sie die Vorteile einer Newsletter-Anmeldung, wie spannende Insights zu passenden Themen, regelmäßige Angebote, exklusive Rabatte oder Gewinnspiele auf und implementieren Sie direkt das Anmeldeformular. Dadurch erhöhen Sie die Chancen an neue Newsletter-Abonnenten zu kommen enorm. Zudem eröffnet sich Ihnen dadurch die Option den gerade gewonnen Neukunden regelmäßig anzusprechen und somit den Anreiz einer weiteren Aktion, wie einem erneuten Kauf zu steigern.

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Content-Angebote

Liefern Sie Ihren Usern ein passendes Content-Angebot und spielen Sie einen sinnvollen Mehrwert für Ihre User aus. Dadurch erhöhen Sie die positive Wahrnehmung Ihres Unternehmens bei Ihren Kunden. Wenn jemand beispielsweise Backzutaten oder -zubehör bestellt, können Sie ihm auf der Dankeseite einen kostenlosen Download mit verschiedenen Rezepten anbieten. Wenn jemand ein Buch zum Thema “Zeitmanagement” gekauft hat, können Sie ihm eine Art Tabelle zum planen von Projekten und Prozessen kostenlos als Download anbieten. Die Möglichkeiten sind hier fast unerschöpflich und können ganz individuell auf den Kunden, die Branche oder das Produkt zugeschnitten werden.

Kundenkonto

Bewerben Sie Möglichkeit  sich ein Kundenkonto einzurichten und machen Sie deutlich, welche konkreten Vorteile es mit sich bringt, gerade für Folgekäufe. Heben Sie beispielsweise die dadurch gewonnene  vereinfachte Kaufabwicklung hervor. Natürlich sollten Sie an dieser Stelle auch direkt die Möglichkeit einbinden, sich mit wenigen Klicks zu registrieren.

Cross-Selling

Zeigen Sie auf der Dankeseite weitere zum Kauf oder zur ausgeführten Aktion passende Produkte. Denn oftmals benötigen bestimmte Artikel Zusatzprodukte, um sie einfacher zu bedienen. Wenn beispielsweise eine Digitalkamera erworben wurde, wäre es sinnvoll Produkte wie ein Stativ, eine Speicherkarte, ein USB-Kabel oder spezielle Reinigungsutensilien anzupreisen.

Eine weitere Möglichkeit das Cross-Selling zu erhöhen, ist die dynamische Gestaltung der zusätzlichen Angebote. Binden Sie die Option ein, dass Ihr Kunde seinen gerade getätigten Kauf erweitern kann. Wenn der Kunde noch weitere Produkte innerhalb eines festen Zeitrahmen (z. B. 30 Minuten) hinzufügt, können diese noch im gleichen Bestellvorgang abgewickelt werden. Argumentieren Sie dabei mit der Ersparnis weiterer Versand- und Verpackungskosten oder ganz einfach ein schönes Rundumpaket mit allem wichtigen Zubehör direkt komplett zu erhalten.  

Feedback-Option

Eine weitere Möglichkeit das User-Engagement zu steigern ist das Einbinden einer Umfrage zum besseren Kundenverständnis oder die Möglichkeit Feedback oder eine Bewertung abzugeben. So erhält der User das Gefühl die Prozesse für bestimmte Aktionen auf Ihrer Website oder in Ihrem Onlineshop aktiv mitzugestalten. Sie wiederum erhalten hilfreiches Feedback, um die User Experience gegebenenfalls zu optimieren.  

Up-Selling

Die Dankeseite eignet sich sehr gut, um Ihrem Kunden ein Upgrade der gerade erworbenen Leistung anzubieten. Hat Ihr Kunde beispielsweise gerade ein Basispaket oder einen Basistarif gebucht, können Sie ihm an dieser Stelle einen Rabatt oder eine limitierte Vergünstigung zum nächsthöheren Tarif anbieten.

Empfehlung

Bieten Sie Ihren Kunden abschließend die Gelegenheit Ihr Produkt, Ihre Marke oder Ihr Unternehmen anderen zu empfehlen. Integrieren Sie dazu Social Media Kanäle, wie Facebook, Instagram, Twitter oder Pinterest und die Option direkt etwas zu teilen oder zu liken. Dadurch wird Ihr Kunde zum überzeugten Promoter und Sie erhalten organische Reichweite in den sozialen Netzwerken und möglicherweise auch neue Kunden.

Retargeting

Zeigen Sie Ihrem Kunden Produkte oder Dienstleistungen aus Kategorien, die er sich während seiner “Shopping-Tour” ebenfalls angesehen hat, vielleicht sogar spezielle Angebote. Damit erhöhen Sie die Aussicht auf weitere Käufe ungemein.

Community  

Falls Sie eine eigene Community zu einem Produkt, einer Dienstleistung, spezifischen Themen oder generell zu Ihrer Branche haben, können Sie diese passend zum Kauf auf der Dankeseite promoten. Vielleicht handelt es sich ja um eine geschlossene Facebookgruppe zu der Sie den Kunden einladen und mit einem Link direkten Zugang gewähren.   

Dies sind nur einige Beispiele, wie Sie weiteren Nutzen aus Ihrern Dankeseiten ziehen können. Natürlich sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sammeln Sie Ideen und probieren Sie verschiedene Marketingmaßnahmen einfach aus. Sie sollten nur darauf achten, dass diese auch passend sind, um so die Chance auf eine weitere User-Interaktion zu erhöhen.

Automatisierung des “Danke”-Prozesses

Natürlich ist es nicht immer ganz einfach jeden User individuell anzusprechen, trotzdem sollte versucht werden genau das zu erreichen – ohne zusätzlichen manuellen Aufwand. Durch das Tracking des Userverhaltens und Sammeln wertvoller Daten lässt sich eine Automatisierung in der personalisierten Kundenansprache schaffen. Versuchen Sie geeignete Personalisierungsstrategien zu entwickeln und setzen Sie dabei auf ein Analytics-Tool, das Ihnen zuverlässige Daten liefert. Setzen Sie im Marketing auf die enge Verknüpfung mit der Webanalyse. Dadurch erhalten Sie ganz neue Möglichkeiten Marketingmaßnahmen zu entwickeln und automatisiert umzusetzen. Denn unter anderem können Sie so relevante Daten für die individuelle Kundenansprache generieren und das ohne einen signifikant höheren manuellen Aufwand.

In unserem Whitepaper “Möglichkeiten der Content-Personalisierung – Steigern Sie mit der passenden Strategie Ihren Umsatz langfristig” erfahren Sie, welche Varianten der Content-Personalisierung es gibt, wie Sie diese für Ihr Unternehmen nutzen können und wie Sie eine gelungene Content-Personalisierungsstrategie vorbereiten.

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Fazit

Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, welches wesentliche Ziel Sie mit Ihrer Dankeseite konkret verfolgen möchten. Sie werden das Potenzial der Seite nicht für sich nutzen können, wenn Sie alle Elemente gleichzeitig einbinden und so Ihre User schlichtweg überfordern. Sie sollten sich daher zudem überlegen, welche Message auf welchen Dankeseiten innerhalb der unterschiedlichen Phasen der Customer Journey ausgespielt werden sollte. Wenn sich aus Ihren Überlegungen verschiedene Möglichkeiten ergeben, testen Sie diese einfach. Allerdings sollten Sie bedenken, dass bei den Dankeseiten immer die Bestätigung der durchgeführten Handlung für ein sicheres Gefühl bei den Usern im Vordergrund stehen sollte. Doch durch einen Mehrwert für Ihre User können Sie das Potenzial der Dankeseiten für weitere Interaktionen voll ausschöpfen.

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Autor:

Tatjana Hein, Content & PR Manager DACH

Tatjana ist sowohl im Content-Marketing, als auch in der Public Relations zu Hause. Sie hat in beiden Welten immer die neuesten Trends und Entwicklungen im Blick und schafft für Piwik PRO den Spagat zwischen beiden Bereichen.

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